N-tv und N24 stoppen Türkei-Werbespots

Lukas Podolski N24 und n-tv stoppen Werbespot zur Türkei

Es mutete skurril an: Während Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag eine Neuausrichtung der deutschen Türkeipolitik ankündigte und Unternehmen vor Investitionen in der Türkei abrief, liefen bei n-tv und N24 vor und nach der Pressekonferenz Werbespots, in denen die Türkei als attraktiver Wirtschaftsstandort dargestellt wurde. Grund seien die jüngsten internationalen Spannungen, bestätigten beide Sender am Freitag.

Die Spots hatten am Donnerstag in sozialen Netzwerken Verwunderung und Unmut ausgelöst. Auch n-tv strahlt die Kampagne seit Mitte Juni aus - bis jetzt. Daher sei eine weitere Ausstrahlung der Kampagne nicht sinnvoll.

Der n-tv-Vermarkter IP Deutschland begründet den Schritt mit einer grundlegenden Änderung der politischen Lage in den vergangenen beiden Tagen. Eine Sprecherin von N24 sagte, zwischen Programm und Werbung werde getrennt, es sei dem Sender aber auch wichtig, das Publikum in Anbetracht der neuesten Entwicklungen nicht zu irritieren. Die Wirtschaftsbosse äußern sich in Anzeigenmotiven und Imagespots positiv über ihre Erfahrungen am Wirtschaftsstandort Türkei und werben für Investitionen.

Zahlreiche Weltkonzerne, darunter Ford, Samsung, Vodafone und Unilever, hatten sich an der Kampagne der Vereinigung türkischer Exporteure unter der Schirmherrschaft der Erdogan-Regierung beteiligt. Die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes für die Türkei wurden verschärft.

Auch die Brüsseler Finanzhilfen für den EU-Beitrittskandidaten Türkei sollen überdacht werden. Die Bundesregierung hat die Untersuchungshaft für den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner scharf kritisiert und seine Freilassung gefordert.

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