Tour de France lohnt sich für Eurosport

Die 20. Etappe der Tour de France in Marseille. Grafik J. Reschke

Kittel feierte an der diesjährigen Tour fünf Etappensiege.

Marcel Kittel muss bei der Tour de France aufgeben. Schon nach 19 Kilometern ging eine Gruppe zu Boden, unter den Pechvögeln war auch der deutsche Sprinter Marcel Kittel, der mit zerrissenem Trikot, blutiger Schulter, kaputtem Schuh und blutigem rechtem Knie viel Zeit verlor. Kittel kann jetzt in Ruhe überlegen, ob er bei Quick-Step bleibt oder im nächsten Jahr mit einem neuen Team versuchen will, sich seinen Traum von Grün zu verwirklichen.

Als wäre diese 17. Etappe der Tour de France nicht schon lang (183 Kilometer) und steil (Col de la Croix de Fer, Col du Télégraphe, Col du Galibier) genug, war die Nervosität im Feld groß an diesem Mittwoch. Am 2642 Meter hohen Col du Galibier hatte sich der starke Zeitfahrer schließlich abgesetzt und sich von den Favoriten nicht mehr einholen lassen. In den letzten Tagen sei er aber bereits gesundheitlich angeschlagen gewesen, der Sturz habe ein paar weitere Formpunkte ausgemacht. Eine kuriose Karriere hat Roglic hinter sich, 2007 war er noch Mannschafts-Weltmeister im Skispringen, ehe er zum Radsport wechselte. Der dreimalige Tour-Champion hatte aber stets eine Antwort parat und verteidigte sein Gelbes Trikot erfolgreich. "Wir haben sehr gut gearbeitet, aber es war unmöglich, Uran und Bardet abzuhängen", sagte Froome. Bei der Kletterpartie wurde sogar der bisherige Zweite Fabio Aru aus Italien abgehängt. Derweil liegt Froome nun 27 Sekunden vor den zeitgleichen Bardet und Rigoberto Uran aus Kolumbien.

Es wird Kittel an diesem für ihn so tragischen Tag nicht trösten.

Die 18. Etappe, die letzte im Hochgebirge, bietet den Froome-Herausforderern die letzte große Chance für Attacken.

Dabei wird er dann auch mit ansehen müssen, wie sich sein härtester Konkurrent Michael Matthews das Grüne Trikot überzieht. Peter Sagan (Bora-hansgrohe) hatte die Wertung fünf Jahre infolge mit großem Vorsprung gewonnen, sein sechster Sieg in Serie galt aufgrund seiner Allrounder-Fähigkeiten als sicher.

Für Kittel wird es keine Krönung geben - und das Ende kam schleichend. Im Kampf um das Weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis dürfte er aber chancenlos sein.

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