US-Justizminister Sessions will trotz Trump-Kritik im Amt bleiben

Entzweit US-Präsident Donald Trump und US-Justizminister Jeff Sessions

Sessions hätte sich niemals für befangen erklären und von dem Fall zurückziehen sollen, zitierte die "New York Times" Trump am Mittwoch.

Sessions hatte sich im vergangenen Jahr als damaliger Senator und Wahlkampfberater Trumps mehrmals mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak getroffen.

US-Justizminister Sessions will auch nach der öffentlichen Kritik von US-Präsident Trump an seiner Person im Amt bleiben.

Sessions erklärte in Washington, er liebe seine Arbeit und wolle diese weiterhin ausüben, solange dies angemessen sei. In einem Interview der "New York Times" drückte Trump im Nachhinein sein Bedauern aus, Sessions überhaupt für den Posten nominiert zu haben. Im Juni hatten Medien dann aber berichtet, der Minister habe seinen Rücktritt angeboten. Die Russland-Affäre belastet den Präsidenten seit Monaten und schürt Bedenken.

Durch den Rückzug von Sessions in der Russland-Causa konnte dessen Stellvertreter Rod Rosenstein einen unabhängigen Sonderermittler zu den Russland-Vorwürfen einsetzen - was Trump missfällt. Auch darf Sessions nun nicht entscheiden, ob sich sein Ministerium bei der Einleitung weiterer Schritte durch das FBI einschaltet. Sessions ist in Personalunion auch Generalstaatsanwalt, ihm untersteht die Bundespolizei. Session hatte sich Anfang März wegen Befangenheit aus den Ermittlungen zurückgezogen. US-Geheimdienste beschuldigen den Kreml seit längerem, sich gezielt in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden. Der Minister hatte im März erklärt, er werde sich aus den Ermittlungen rund um mutmaßliche Russland-Kontakte des Trump-Teams während des Präsidentschaftswahlkampfes heraushalten. Er spielte daraufhin eine wichtige Rolle im Wahlkampf.

Trump, der sich und seine Regierung wiederholt als Opfer einer beispiellosen "Hexenjagd" bezeichnete, versucht das Treffen seines Sohns mit der Anwältin als normalen Vorgang darzustellen.

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