Zweijährige war 15 Minuten unter Wasser

Eden Carlson erlitt damals einen Herzstillstand musste 100 Minuten lang reanimiert werden

Doch das Gehirn hatte durch den Sauerstoffmangel schwerste Schäden erlitten. Die kleine Eden Carlson war im Februar 2016 in einen Swimmingpool gefallen. Die Zweijährige trieb 15 Minuten lang reglos im Wasser, bevor sie von ihrer Mutter gefunden wurde.

Sie atmete nicht, ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen.

Die Auswirkungen: massive Verletzungen der grauen Substanz (einer der wichtigsten Bestandteile des Zentralnervensystems) sowie zerebrale Atrophie (der allmähliche Verlust von Hirnsubstanz).

Eden war ein sehr aufgewecktes Kind, nun konnte sie allerdings weder gehen, sprechen noch reagieren. Sie war körperlich gesund, konnte sich allerdings nur unkontrolliert bewegen und sich nicht artikulieren. Sein Gehirn wurde schwer geschädigt - hat sich nach einigen Monaten aber erstaunlich gut erholt, berichten seine Ärzte um Paul Harch von der Uniklinik in New Orleans.

Im Verlauf der Therapie wurde ihr der Sauerstoff in einer Überdruckkammer verabreicht. Der Sauerstoffgehalt im Blut wird erhöht, die Blutgaswerte sollen sich normalisieren und sodurch das geschädigte Gewebe reparieren.

Nach Monaten der Therapie geht es der inzwischen Dreijährigen deutlich besser
Nach Monaten der Therapie geht es der inzwischen Dreijährigen deutlich besser

Ihr Dämmerzustand verbesserte sich, zwei Mal täglich für jeweils 45 Minuten wurde ihr Sauerstoff durch eine Nasensonde zugeführt.

Dann wurde die Sauerstoffzufuhr durch den Einsatz einer Überdruckkammer gesteigert. Langsam konnte sie wieder Nahrung aufnehmen, kurze Sätze sprechen und lachen.

Wir wünschen der Familie, dass Eden alles das erreicht, was sie erreichen möchte. Die motorischen Defizite wurden durch Physiotherapie ausgeglichen. Nach 39 Sitzungen in der Überdruckkammer sprach sie besser als vor dem Unfall. Sämtliche neurologischen Tests bestätigten eine Verbesserung der Hirnaktivität. Den Erfolg bei Eden ist laut Paul Harch von der LSU Health New Orleans so zu erklären: "Die überraschende Geweberückbildung kam in diesem Fall zustande, weil wir frühzeitig bei einem sich im Wachstum befindenden Kind eingegriffen haben, bevor das Gewebe dauerhaft zerfallen konnte". 162 Tage nach dem tragischen Unfall zeigten MRT-Scans, dass die Hirnschäden nahezu vollständig zurückgegangen waren.

Fast zwei Monate nach dem Unfall flößten ihr die Ärzte bei einer speziellen Sauerstoff-Therapie über die Nase reinen Sauerstoff ein. Dieses Ergebnis sei laut Aussage ihrer Ärzte so noch nie durch eine Therapieform dokumentiert worden.

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