Jemen: Rotes Kreuz befürchtet rund 600.000 Cholera-Kranke

Im Jemen breitet sich die Cholera-Epidemie aus.

Die Zahl der Cholera-Erkrankten im Jemen wird sich nach Einschätzung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz bis Ende des Jahres auf etwa 600.000 erhöhen. Bis Jahresende seien 600.000 Cholera-Kranke zu befürchten, erklärte der Präsident des Komitees, Maurer. Er wollte sich bei einem mehrtägigen Aufenthalt im Jemen selbst ein Bild von der Lage machen. Durch den Krieg seien die zivile Infrastruktur und das Gesundheitssystem größtenteils zerstört. Auch Krankheiten wie Dengue-Fieber und Malaria könnten deshalb meist nicht mehr behandelt werden. Er forderte alle Konfliktparteien auf, die Lieferung von Medizin und Nahrungsmitteln zu erleichtern. Mehr als 1.800 Menschen seien gestorben. Cholera-Bakterien werden vor allem durch verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel übertragen. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe gegen mutmaßliche Stellungen der Rebellen.

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