Weniger Geld für HIV-Forschung

Die Rote Schleife

Die Wissenschaftler veröffentlichten schon zu Beginn des Treffens eine "Pariser Erklärung", in der eine ausreichende Finanzierung gefordert wird.

Das sagte Linda-Gail Bekker, die Vorsitzende der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), am Sonntag zum Auftakt einer wissenschaftlichen Konferenz in Paris.

Die USA sind seit Jahren der größte Geldgeber im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Zwei Drittel der von Regierungen bereitgestellten Gelder kommen von den USA. Nach Angaben von Aktivisten sollen die Ausgaben für HIV-Projekte aber von jährlich rund fünf auf etwa vier Milliarden Dollar reduziert werden. Trumps Pläne für 2018 sehen der Aktivistengruppe Health Gap zufolge vor, den Betrag um eine Milliarde Dollar zu kürzen. Der US-Präsident hatte erklärt, er rechne damit, dass andere Geldgeber ihr Engagement erhöhen könnten. Es gehe auch darum, für die derzeit mit HIV lebenden 37 Millionen Menschen eine lebenslange Behandlung anbieten zu können, hieß es in Paris. Wissenschaftliche Erkenntnisse seien in den vergangenen 30 Jahren die Basis im Kampf gegen das HI-Virus gewesen, das die Immunschwächekrankheit Aids verursacht. Ohne Forschung könne die Epidemie nicht besiegt werden. Mehr als die Hälfte der weltweit 36.7 Millionen HIV-Infizierten werden demnach mit antiretroviralen Medikamenten behandelt, die den Erreger eindämmen.

Der Chef des UN-Aidsprogramms UNAIDS Michel Sidibe betonte, Investitionen in die Erforschung der Krankheit lohnten sich.

Ausserdem habe sich die Zahl der Todesfälle seit 2005 auf nun noch eine Million im Jahr halbiert. Trotzdem gäbe es noch viel zu tun, so Sidibé. Zudem sei in Osteuropa und Zentralasien die Zahl der Infizierten in den vergangenen sechs Jahren um 60 Prozent angestiegen.

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Auf ihn folgt seine bisherige Stellvertreterin Sarah Huckabee Sanders. Die Präsidentin der Internationalen Aids-Gesellschaft warnte, die von US-Präsident Trump angekündigten 'drakonischen' Budgetkürzungen würden Leben kosten.

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