Spitzenkoch Wohlfahrt einigt sich mit Chef

Der Mann am Herd Harald Wohlfahrt will weiter die Küche in der „Schwarzwaldstube“ führen

Harald Wohlfahrt wird nicht in die Traube Tonbach zurückkehren.

Der kleine Sitzungssaal im Arbeitsgericht Pforzheim platzt aus allen Nähten. Zahlreiche Medienvertreter sind erschienen, von den Akteuren war aber nur Frank Hahn, der Anwalt der Traube Tonbach anwesend.

Spitzenkoch Harald Wohlfahrt hat im Streit um seine Weiterbeschäftigung als Küchenchef in der "Schwarzwaldstube" in Baiersbronn bei Freudenstadt seinen Eilantrag gegen seinen Arbeitgeber zurückgezogen und eine Einigung erzielt. Zum 40-jährigen Bestehen der "Schwarzwaldstube" war Wohlfahrt im vergangenen Jahr gebührend gefeiert worden.

Welche Rolle Wohlfahrt künftig in der "Schwarzwaldstube" spielen wird, blieb am Dienstag offen. Von einem Konflikt zwischen Finkbeiner und ihm war, zumindest in der Öffentlichkeit, nie etwas zu hören. "Die denkbar schlechteste aller Entwicklungen" nannte sie Zwei-Sterne-Koch Jörg Sackmann vom Gourmetrestaurant "Schlossberg" in Baiersbronn.

Sterne fallen auch für Spitzenköche nicht vom Himmel. Ist sich ein Inspektor nicht sicher, soll ein Stern verlöschen oder neu verliehen werden, kommen sie mehrfach. Es geht um die Qualität der Produkte, die fachgerechte Zubereitung und den Geschmack, die persönliche Note, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die immer gleichbleibende Qualität.

Was Wohlfahrt nun treiben wird, ist unklar - ihm dürften aber viele Küchentüren offen stehen, gilt er doch als Fachmann. Ein Küchenchef sei im operativen Geschäft tätig, ein kulinarischer Direktor im repräsentativen Bereich. "Das ist so viel mehr, als nur Gäste begrüßen", betont die Hotelsprecherin die Bedeutung des Postens. Stattdessen: Hausverbot für Wohlfahrt und Klage. Es sei eine sehr gute Einigung.

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