Studie: Personalnot in Kliniken

Seit Jahren wird in der Intensivmedizin Fachkräftemangel beklagt. Etliche Stellen sind vakant. Kritik gibt es an der Bezahlung und Arbeitsbedingungen

Den Kliniken hierzulande fällt es immer schwerer, Pflegekräfte für Intensivstationen zu finden.

Bundesweit sind der Studie zufolge 3150 Stellen in den Kliniken unbesetzt.

Nach der Befragung, an der sich 314 Krankenhäuser mit Intensivstationen beteiligten, waren dort im Herbst vergangenen Jahres mehr als 3000 Vollzeit-Pflegestellen vakant und können nicht besetzt werden. Von den großen Häusern hatten sogar mehr als 68 Prozent dieses Problem.

Krankenhäuser in Deutschland suchen dringend Pflegekräfte auf Intensivstationen.

Reumann, der Präsident der Krankenhauslobby, rief dazu auf, den Beruf der Pflege nicht "schlechtzureden". Wer mehr Personal und Personaluntergrenzen fordere, müsse auch die Refinanzierung sichern, meinte Reumann.

Tatsächlich belegen Statistiken, dass die Personalpolitik der Krankenhäuser an der gegenwärtigen Situation nicht unbeteiligt war. Nach Einschätzung von DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum ist die insgesamt gute Situation "kein Anlass zur Entwarnung". Weil Bereitschaftsdienste seither als volle Arbeitszeit anzurechnen seien, habe man erst einmal deutlich mehr Ärzte einstellen müssen. Der Fachkräftemangel sei seit vielen Jahren ein zentrales Problem auf Intensivstationen.

Momentan sei die Patientensicherheit trotz der beschriebenen Engpässe gewährleistet, versicherte DKG-Präsident Reumann. Demnach soll zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Pflegekraft und Intensivpatienten bei 1:2 liegen. Gleichwohl erreicht damit auch jedes vierte Krankenhaus diese Vorgaben für die Intensivpflege nicht.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin empfehle ein Verhältnis von zwei Fällen pro Schicht und Pflegekraft und eine Fachkraftquote von mindestens 30 Prozent. Die Versorgung der Patienten sei "objektiv gut". Auch hier gibt es Personalengpässe, die allerdings weniger stark ausgeprägt sind als bei den Pflegekräften. Jede vierte verfehlt Personalvorgaben. Und es führe auch kein Weg daran vorbei, die Personalbemessung gesetzlich zu regeln.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di verlangte eine gesetzliche Regelung für die Personalausstattung in den Krankenhäusern. "Zu lange und zu oft wurden die Empathie und das Engagement der Pflegefachkräfte von den Arbeitgebern ausgenutzt", sagte Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Zum einen brauche es einen Tarifausgleich für Personalkostensteigerungen. Andere Probleme wie die Belastung durch Bürokratie kämen dazu. Es gehe nicht an, dass man Pflegekräfte drei Stunden pro Tag mit der Dokumentation ihrer Arbeit beschäftige. Eine weitere Finanzierungslücke entstehe durch die ausbleibenden Krankenhausinvestitionen, bei denen keines der Bundesländer bis jetzt sein Soll erfülle. Die Hälfte der Kliniken hat Probleme, für diese Stellen geeignete Bewerber zu finden. Bundesweit seien 600 Arztstellen in den Bereich derzeit offen, was etwa vier Prozent der Arbeitsplätze entspreche.

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