Babys sollen weltweit Hepatitis B - Impfung bekommen

Welt-Hepatitis-Tag WHO mahnt zur Hepatitis B Impfung für Neugeborene

Die Lebererkrankung, auch Gelbsucht genannt, kann zu Krebs führen.

Hierzulande wird die Hepatitis-B-Impfung für Säuglinge bereits seit 1995 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfohlen und ist Teil der Schutzimpfungen, die im Alter von zwei Monaten erfolgt. Beispielsweise sollten demnach alle Neugeborene weltweit gegen Hepatitis B geimpft werden. Bei bestimmten Risikofällen wird auch eine Impfung unmittelbar nach der Geburt durchgeführt. Die WHO sieht gute Fortschritte, neue Infektionen bis 2030 um 90 Prozent und die Zahl der Todesfälle um 65 Prozent zu reduzieren.

Außerdem erklärte die WHO, dass weniger als zehn Prozent der Infizierten überhaupt von ihrer Krankheit wüssten. Von den Patienten mit Hepatitis-B-Diagnose seien acht Prozent (oder 1,7 Millionen Menschen) wegen ihrer Erkrankung behandelt worden, bei den Hepatitis-C-Fällen seien es sieben Prozent der Patienten (oder 1,1 Millionen Menschen).

Hepatitis C: Von einer Infektion mit Hepatitis C bemerkt der Betroffene zunächst nichts. "Es gibt keinen Grund, warum Millionen von Menschen noch nicht getestet sind und deshalb die Medikamente nicht bekommen, die sie so dringend benötigen", sagte der Direktor der für HIV und Hepatitis zuständigen Abteilung, Gottfried Hirnschall.

Rund 50 Prozent der chronischen Hepatitis-Erkrankungen gehen laut Angaben der WHO auf nur elf Länder zurück: Brasilien, China, Ägypten, Indien, Indonesien, Mongolei, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Uganda und Vietnam. 89 Prozent der Länder hätten den Kampf gegen die Hepatitis inzwischen zur Priorität gemacht. 30 Prozent der Infektionen passieren durch falschen Spritzengebrauch. Der Preis eines Generikaprodukts des indischen Herstellers Mylan mit WHO-Qualitätsstempel sei drastisch gesunken. Die Organisation habe bereits Einsprüche beim Europäischen Patentamt eingelegt, um Generika zu ermöglichen. Hier hätten manche Länder mit den Herstellern Preise von nur noch rund 40 Euro für die Behandlung pro Patient pro Jahr ausgehandelt.

Die Zahl der Hepatitis-E-Infektionen nimmt in Mecklenburg-Vorpommern stark zu. Die Ursachen seien unbekannt.

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