Job-Angst!: Bei Unilever droht der Kahlschlag

Nach Angaben des Chefs des Konzernbetriebsrates Hermann Soggeberg stellt der Unilever Konzern den Standort in Stavenhagen auf den Prüfstand

Eine Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten werde gegen den Willen von Betriebsrat und Gewerkschaft jedoch nicht zu machen sein, sagt Guido Noll von der NGG Darmstadt und Mainz. Zuletzt wurde die natürliche Fluktuation genutzt, Stellen von Ruheständlern nicht mehr besetzt. "Dabei wird ein Arbeitsplatzabbau auch für das Werk in Heppenheim ausdrücklich nicht ausgeschlossen", so Soggeberg. So stünden in den Pfanni-Werken in Stavenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und Auerbach im Vogtland (Sachsen) sowie beim Margarine-Werk Pratau (Sachsen-Anhalt) mehrere hundert Arbeitsplätze auf dem Spiel, sagte ein NGG-Sprecher am Montag in Neubrandenburg. "Zudem drohen den Beschäftigten in der Produktion überall deutliche Verschlechterungen bei den Sozialleistungen". Der Konzern wolle den vereinbarten Sozialkatalog, der unter anderem Sonderzahlungen im Krankheitsfall vorsehe, kündigen. Heute werden an den Standorten die geplanten Sparmaßnahmen des Konzerns bei Betriebsratssitzungen diskutiert.

Bedenken, dass das aus Lärmschutzgründen an der Errichtung des Wohngebiets in direkter Nachbarschaft scheitern könnte, dürften vom Tisch sein, seitdem Investor Bernd Zevens zugesichert hatte, zwischen Werk und Wohnbebauung eine lärmdämmende Parkgarage zu errichten. Bis dahin sollen gemeinsam mit den Arbeitnehmern Produktion- und Logistikstrukturen überprüft werden. Im Februar hatte sich bereits der US-Konzern Kraft Heinz Company für das Unternehmen interessiert und vergeblich eine Fusion angeboten. Im April hatte der Konzern angekündigt, den Gewinn bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent erhöhen zu wollen. "Unilever will sich offenbar für ein neues Übernahmeangebot fit machen", ist Noll überzeugt.

Unilever beschäftigt im deutschsprachigen Raum rund 5000 Mitarbeiter an elf Standorten. Als Teil des Umbaus sollen die vormals separaten Geschäfte mit Lebensmitteln und Erfrischungen verschmelzen. Die Brotaufstrichsparte will Vorstandschef Paul Polman ganz verkaufen oder ausgliedern. Er sei zuversichtlich, dass der Verkauf zu einem guten Preis zustande komme.

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