Juli-Arbeitslosigkeit auf Rekordtief

Wittener Arbeitslosigkeit ist im Juli leicht gestiegen

Bundesweit wurden mit 2,518 Millionen so wenige Arbeitslose registriert wie nie in einem Monat Juli seit der deutschen Wiedervereinigung vor mehr als zweieinhalb Jahrzehnten. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote in Oberfranken bei 3,6 Prozent. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl sank im Juli um 9000 auf 2,537 Millionen. Mit 2,518 Millionen sank die Erwerbslosigkeit auf den niedrigsten Juli-Wert seit der Wiedervereinigung, wie die Behörde mitteilte. Im Westen ging die Zahl um 5000 zurück, im Osten um 4000. In "ausgezeichneter Verfassung und sehr aufnahmefähig" sieht Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) den deutschen Arbeitsmarkt. Im Juli waren 750 000 offene Stellen bei der BA gemeldet - 76 000 mehr als vor einem Jahr.

Zählt man allerdings Jobsucher hinzu, die derzeit Förderprogramme der Arbeitsagenturen und Jobcenter absolvieren, gab es in Deutschland zuletzt 3,508 Millionen Menschen ohne Arbeit. Fachleute sprechen bei dieser Rechenweise von der sogenannten Unterbeschäftigung.

Zuversichtlich stimmte Scheele auch der leichte Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit. Gleichzeitig ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen erstmals seit 1998 unter die Marke von 900.000 Personen gesunken. "In der Regel sind diese jungen Menschen nur kurzzeitig arbeitslos", so der BA-Chef. Vor hohen Hürden stehen die 2015 und 2016 gekommenen Flüchtlinge. Viele stecken nach Scheeles Angaben derzeit noch in Sprachkursen und beruflichen Förderprogrammen; daher sei derzeit - vor allem wegen häufig unzureichender Deutschkenntnisse - noch nicht an Jobvermittlungen zu denken.

BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker mahnte derweil bei der Arbeitsmarkt-Integration von Flüchtlingen zu Geduld. Schließlich sei die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres zurückgegangen. Trotzdem verzeichnete die Bundesagentur Fortschritte. So verfügten in diesem Jahr 9000 junge Flüchtlinge über so gute Deutschkenntnisse, dass sie sich für eine Berufsausbildung bewerben könnten. Der staatlichen Förderbank KfW zufolge dürfte die Beschäftigung in diesem Jahr auf den Rekordwert von 44,2 Millionen steigen, was 600.000 Jobs mehr wären als ein Jahr zuvor.

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht am Dienstag (9.55 Uhr) die Arbeitslosenzahlen für Juli.

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