Prinz Philip absolviert letzten offiziellen Auftritt

Prinz Philip

Nach 22 220 Solo-Auftritten und 5500 Ansprachen absolviert Prinz Philip seinen letzten offiziellen Termin.

Seine berufliche Karriere beschließt Prinz Philip bei einer Militärparade der Royal Marines vor dem Buckingham-Palast in London. Kein Brite war so lange Prinzgemahl Seit Jahrzehnten schreitet der dienstälteste Prinzgemahl der britischen Geschichte bei offiziellen Anlässen artig ein paar Schritte hinter der Queen (91) her. Seinen aktiven Dienst in der Marine beendete der gebürtige Griechen-Prinz bereits in den 50er Jahren, als seine Gattin Elizabeth zur Königin von Großbritannien wurde. Damit soll jetzt Schluss sein: Der Ehemann von Königin Elizabeth II. geht in Rente - mit 96 Jahren.

Für die britische Königsfamilie ist dies ein tiefer Einschnitt. Aber zur Pflicht wird ihm das nicht mehr gemacht. Nicht zufällig hat William vor Kurzem seinen Job als Hubschrauber-Pilot aufgegeben, um mit seiner Familie auf Dauer nach London zurück zu kehren.

Auch Harry soll nun, zusammen mit dem älteren Bruder und dessen Frau, mehr Aufgaben übernehmen. Das Team Windsor stellt sich neu auf und er ist mit im Boot. Dass die Königin sich ganz zurück zieht, ist einstweilen nicht Teil der Planung. Elizabeth ist weiterhin "der Boss", wie ihre Enkel sie nennen. Sie studiert weiter die offiziellen Dokumente, die ihr täglich in roten Regierungsköfferchen im Palast überreicht werden. Sie sitzt auf dem Thron bei der Parlamentseröffnung. Sie empfängt die Premierministerin zur wöchentlichen Unterredung. Sie erscheint hier und da weiter zur Einweihung von Schwimmbädern, Museen und Bahnhöfen. Sollte sie dazu die Kraft nicht mehr haben - darüber wird neuerdings auch offen diskutiert -, wird Thronfolger Charles wohl als "Regent", als königlicher Stellvertreter, einspringen.

Dem Regency Act zufolge kann ein Amtsverweser eingesetzt werden, wenn die Monarchin oder der Monarch "zur Ausübung ihrer Funktionen nicht zur Verfügung" steht.

In einem solchen Fall würden Charles und die anderen Royals zu hundert Prozent die Arbeit machen, ohne dass die Königin die Krone abgeben müsste. Denn dass sie je abtritt von ihrem Amt erwartet in Großbritannien kein Mensch. Bei ihrer Krönungszeremonie im Jahr 1953 hatte sie ja geschworen, bis ans Lebensende ihren Dienst an der Nation tun zu wollen.

Angesichts dieses Schwurs und der Langlebigkeit der Sippe wird Charles wohl noch eine Weile auf seine Krönung warten müssen. Schon im Jahr 2011 ließ Prinz Philip in einem Interview durchblicken, dass er fortan "ein bisschen Spaß" haben möchte - machte aber dennoch weiter. Aber mit Ruhestand ist bei den Windsors vor 95 offenbar nichts.

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