"Spaghettimonster-Kirche" scheitert vor Gericht

Werbung für Spaghettimonster-Kirche

Dagegen klagte die "Spaghettimonster-Kirche", weil sie sich als Weltanschauungsgemeinschaft sieht und somit das gleiche Recht forderte wie die christlichen Kirchen, die an den Ortseingängen mit Schildern auf die Zeiten der Gottesdienste hinweisen dürfen.

Das Oberlandesgericht urteilte nun: Die "Fliegenden Spaghettimonster" bilden keine Religionsgemeinschaft und haben daher auch nicht dieselben Rechte wie etwa die christlichen Kirchen in Deutschland, die ihre Gottesdienste häufig an Ortseingängen auf Schildern bewerben.

Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters hat ihre Wurzeln in den USA. Das Landgericht hatte in seinem Urteil vom 13. April 2016 die Klage abgewiesen.

Daher dürfe das Land Brandenburg dem Verein auch untersagen, an den Ortseingängen von Templin (Uckermark) mit Hinweisschildern für seine wöchentlichen "Nudelmessen" zu werben, entschieden die Richter am Mittwoch. Hilfsweise hat er die Feststellung begehrt, dass er berechtigt sei, entsprechende Schilder aufzustellen. Vier Infoschilder wollte der Verein aufstellen. Dem hat der Kläger entgegengehalten, dass ein freies Recht zur Kündigung nicht bestehe, da er als Weltanschauungsgemeinschaft anzusehen sei, deren Tätigkeit in der Verfassung des Landes Brandenburg sowie im Grundgesetz unter besonderen Schutz und den Religionsgemeinschaften gleichgestellt sei. Das Gericht habe sich in seiner Entscheidung auf die Satzung des Vereins berufen. Den hierzu angebotenen Zeugenbeweis hat der Senat nicht erhoben, da er jedenfalls von einer wirksamen Kündigung einer möglicherweise geschlossenen Vereinbarung ausgeht.

Der Verein sei keine Religionsgemeinschaft, weil ihm ein Gottesbezug fehle. Nach Ansicht der Richter fehlt es den "Pastafaris" ge. "Wesentliches Merkmal einer Weltanschauung sei ein konsistentes Gedankensystem, das sich umfassend mit Fragen nach dem Wesen und Sinn der Welt und der Existenz des Menschen in der Welt befasse und zu daraus abgeleiteten Werturteilen gelange". Der Verein verfolge nach seiner Satzung und seinem Auftreten in der Öffentlichkeit hingegen das Ziel, sich satirisch mit Anschauungen auseinanderzusetzen, die als intolerant und dogmatisch empfunden werden. Stattdessen imitiere der Verein als Mittel der Satire Texte und Symbole der christlichen Religion, wie zum Beispiel im "Monsterunser".

"Die darin geäußerte Kritik an Überzeugungen Anderer stelle kein umfassend auf die Welt bezogenes Gedankensystem im Sinne einer Weltanschauung dar", heißt es in der Begründung des Gerichts weiter.

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