Auch Schlanke können erhöhtes Risiko haben

Das haben Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) aus Tübingen herausgefunden. Für alle, auch für schlanke Menschen gelte aber, dass der Verzehr beispielsweise von rotem, verarbeitetem Fleisch, zuckergesüßten Getränken und Eiern das Diabetes-Risiko erhöhe. Das metabolische Syndrom äußert sich etwa durch Fettablagerungen an den inneren Organen oder Bluthochdruck.

Die gefährdeten Schlanken sind daran zu erkennen, dass bei ihnen wegen einer Funktionsstörung an den Beinen nur wenig Fett gespeichert ist. Es ist sogar höher als das von Stoffwechsel gesunden übergewichtigen Menschen.

Ärzte sollten nach Meinung der Forscher schlanke Menschen, die kaum Fett an den Beinen speichern und zusätzlich Hinweise auf ein metabolisches Syndrom haben, auf eine Schädigung des Stoffwechsels hin untersuchen. Dafür ist jedoch weitere Forschung nötig.

Das Team um Norbert Stefan, Fritz Schick und Hans-Ulrich Häring untersuchte bei diesen Probanden das Körperfett, die Fettverteilung und den Fettanteil in der Leber mithilfe der Magnetresonanz-Spektroskopie.

Es zeigte sich, dass die Betroffenen nur wenig Fett an den Beinen speichern.

Die Wissenschaftler untersuchten zudem die Insulin-Empfindlichkeit, die Insulin-Sekretion, die Blutgefäße und die körperliche Fitness. "Man kann daher auch sagen, 'Hüftgold´ hält Schlanke gesund", fasst Prof.

Das Video konnte nicht abgespielt werden. Eine Ampelsystem für Lebensmittel ist aber weiter umstritten.

"Die Ergebnisse zeigen, dass Typ-2-Diabetes eine sehr heterogene Erkrankung ist", sagt der ehemalige Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Baptist Gallwitz.

"Lange gab es aber keine Antworten darauf, welche Mechanismen dafür verantwortlich sind", so Gallwitz, der in Tübingen stellvertretender Chef der Klinik für Diabetologie ist.

Das ändere sich mit den aktuellen Forschungsergebnissen. Für ihn ist trotzdem klar: "Krankhaftes Übergewicht ist immer noch der größte Risikofaktor für Diabetes".

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt diabetesgefährdeten Menschen bislang, Normalgewicht anzustreben. Fast jeder fünfte schlanke Mensch hat ein erhöhtes Risiko, an Diabetes sowie Herzkreislauferkrankungen zu erkranken, wie Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung in Tübingen und des Helmholtz Zentrums München jetzt herausfanden.

Die Studie der Tübinger Forscher erschien jüngst in der Fachzeitschrift "Cell Metabolism".

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