Elektroauto-Bauer Tesla verdoppelt Umsatz - Verlust weitet sich aus

Tesla verdoppelt den Umsatz

Der Elektroautobauer Tesla ist im zweiten Quartal trotz eines Umsatzsprungs tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

Die Erlöse kletterten verglichen mit dem Vorjahr um 120 Prozent auf 2,79 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte.

Tesla hatte zuletzt hohe Ausgaben wegen des Produktionsstarts des Model 3, seines ersten Elektroautos für den Massenmarkt. Im Quartalsbrief an die Aktionäre verkündete Firmenchef Musk nun, dass Tesla auf Kurs sei, alle zuvor ausgegebenen Ziele bei der Fertigung des Model 3 zu erreichen. Sollte Tesla tatsächlich 500.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren und absetzen, würde das US-Unternehmen wahrscheinlich Hersteller wie BMW, Mercedes oder Lexus in den USA hinter sich lassen.

Tesla hatte seine Absatzprognosen für das erste Halbjahr gerade so eingehalten. Der Konzern des Milliardärs Elon Musk lieferte gut 47.000 Fahrzeuge des Model S und X aus.

Die Gesellschaft aus Palo Alto in Kalifornien verbuchte in der abgelaufenen Periode einen Verlust von 336 Millionen Dollar nach 239 Millionen vor Jahresfrist. Erst am Freitag waren die ersten 30 Exemplare an Käufer übergeben worden. Eine Unterversorgung mit neuen Batterien hatte den Fahrzeugbau bis Juni beeinträchtigt. In einem Brief an den Verwaltungsrat des Unternehmens forderten Angestellte Informationen über ihre geplante Gehaltsentwicklung, die Voraussetzungen für Beförderungen und über Arbeitsschutzmaßnahmen. In ihrem Brief verlangen die Beschäftigten auch eine Zusage, dass sie nicht Opfer von Repressalien werden, wenn sie versuchen, eine Gewerkschaftsniederlassung zu gründen.

Die Löhne in der Tesla-Fabrik im kalifornischen Fremont sind vergleichsweise gering. Die Beschäftigten seien es zudem leid, dass es ständig vermeidbare Unfälle in der Fabrik gebe, sagte Michael Catura, einer der Unterzeichner des Schreibens.

Tesla gilt als Vorreiter in der Produktion von Elektroautos, die unter dem Druck schärferer Klimaschutzvorschriften inzwischen aber auch bei den Platzhirschen der Autobranche in den Fokus gerückt sind. Dies senke die Moral und sei "traumatisierend".

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