Martin Roth ist tot

Ein großer Kunst und Kultur Macher und Freund Dresdens ist gestorben. Martin Roth ist Sonntagmorgen in Berlin gestorben

2003 wurde er Honorarprofessor für Kulturpolitik und Kulturmanagement an der TU Dresden. Martin Roth (†62) ist Sonntagmorgen in Berlin gestorben. Roth wurde 62 Jahre alt.

Das berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Der Kulturmanager Martin Roth ist tot. Von 2001 bis 2011 leitete er als Generaldirektor die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Bekannt wurde er auch durch sein politisches Engagement, zum Beispiel gegen den Brexit. Er wusste wohl schon eine Weile, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt - und machte doch weiterhin das, was seine Leidenschaft war: im Kulturbetrieb zu wirken. Nebenbei kuratierte er den Pavillon von Aserbaidschan auf der Kunstbiennale von Venedig - auch wenn er Kritik erntete, für einen autoritären Staat zu arbeiten.

Sachsens Kunstministerin Dr. Eva Maria Stange
Sachsens Kunstministerin Dr. Eva Maria Stange"Ich werde ihn als wahren Freund in Erinnerung behalten

Roth war einer der profiliertesten deutschen Kulturmanager und Museumsmacher. Roth leistete Pionierarbeit: Denn er war "der erste westdeutsche Kurator, der 1991 als Museumsleiter nach Osten ging: an das 'Deutsche Hygiene-Museum' in Dresden", beschreibt die FAZ diesen wichtigen Teil seines erstaunlichen Lebenswegs.

"Ich bin tief erschüttert über den Tod Martin Roths". "Es ging viel zu schnell und er ging viel zu früh", sagte Stange demnach. Hier diskutierte er über das umstrittene Kulturgutschutzgesetz, dort engagierte er sich für das Museum von morgen. Er war ein so offener, ehrlicher und agiler Mensch, der immer gestalten und verbessern wollte und sich nie mit den Dingen zufrieden gab. Sachsen werde Roth als den Mann in Erinnerung behalten, der der Kunst neuen Raum gegeben habe. Er hat die Museen neu erblühen lassen. Sachsen werde ihm auf ewig dankbar sein, dass Roth während der Flut 2002 geistesgegenwärtig die Rettung der wertvollen Gemälde und Skulpturen organisierte. Martin Roth konnte durchaus auch klare Worte sprechen.

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