Videobeweis: Debüt mit Panne

Supercup in Dortmund Technische Panne beim Video-Assistenten

Die Technik streikte, die Spieler jubelten verzögert, doch von den Trainern gab es viel Lob: Bei seiner Deutschland-Premiere sorgte der Videobeweis für reichlich Gesprächsstoff, auch weil eine Panne beim Einsatz der modernen Technik Irritationen hervorrief. Für die "aufgetretenen technischen Probleme" wolle man sich entschuldigen.

"Das Positive war, dass die Entscheidungen korrekt waren. Das ist das oberste Ziel, und das wurde erreicht", sagte der DFB-Chefinstruktor im Schiedsrichterwesen. Wie die DFL und der DFB noch am Abend in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, "lagen die kalibrierten Linien, die dem Video-Assistenten normalerweise bei Abseits-entscheidungen vorliegen und ihn unterstützen, aufgrund technischer Probleme in der ersten Halbzeit noch nicht vor".

"Das war der unerfreuliche Aspekt", erklärte Krug: "Das müssen wir intern klären". Bis zum Bundesliga-Start in zwei Wochen sollen die Probleme in jedem Fall behoben sein.

Auslöser war die Szene unmittelbar vor dem Münchner Treffer zum 1:1. Video-Assistent Tobias Stieler griff trotz der fehlenden technischen Unterstützung beim 1:1 durch Robert Lewandowski (18.) aber zurecht nicht ein.

Erst viel später gaben Bilder Gewissheit, dass Passgeber Joshua Kimmich nicht im Abseits gestanden hatte. Als die Entscheidung sich endgültig als richtig erwies, war die Erleichterung an diesem durchaus sport-historischen Tag groß, natürlich besonders bei Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin.

"Die kalibrierte Linie macht aus einer subjektiven Entscheidung eine faktische. Und es ist unser oberster Leitsatz, nur dann einzugreifen, wenn ein klarer Fehler vorliegt". Im Stadion war die Entscheidung zuvor mit lauten Pfiffen durch die Dortmunder Fans bedacht worden. In den sozialen Netzwerken kursierten dank selbst gezogener Linien vermeintliche Beweise für die angebliche Fehlentscheidung. "Man muss abwarten, was der Schiedsrichter sagt", beschrieb Nationalspieler Sebastian Rudy die Situation.

Die Trainer bemühten sich derweil, die Diskussion nicht unnötig zu verschärfen. Sein BVB-Kollege Bosz lag mit dem Italiener auf einer Linie. "Wir haben immer darauf hingewiesen, dass am Anfang vielleicht nicht alles reibungslos verläuft, Fehler nicht ausgeschlossen sind", sagte er.

"Nach Studium aller zur Verfügung stehenden Kamerapositionen, inklusive Standbilder, hat Video-Assistent Tobias Stieler entschieden, dass vor dem Münchner 1:1 keine Abseitsstellung vorlag, und es somit richtigerweise keinen Anlass für sein Einschreiten gab", hieß es in der offiziellen Mitteilung von DFB und DFL.

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