Keine Politfunktion für Brigitte Macron

Franzosen unterzeichnen Petition gegen Status von Brigitte Macron

Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten, soll nicht den Sonderstatus einer Première Dame erhalten. Nach den Angaben von Regierungssprecher Christophe Castaner erhält Brigitte Macron von ihren Landsleuten pro Tag mehr als 200 Briefe und halte bei der Beantwortung der Korrespondenz mit den Franzosen "in großer Diskretion" die Verbindung.

Zumindest ist das der Wunsch von mehr als 192.000 Franzosen, die bis gestern früh eine entsprechende Petition im Internet unterzeichneten. Thierry Paul Valette, der die Eingabe auf change.org startete und sich als Maler, Autor und "engagierter Bürger" vorstellt, erklärte auf der Website, es bestehe "keinerlei Grund" für ein eigenes Budget der Frau des Staatschefs aus "öffentlichen Mitteln".

Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Emmanuel Macron erklärt, seine Frau werde im Fall seines Wahlsieges eine "öffentliche Rolle" spielen, dabei aber nicht vom Steuerzahler finanziert werden. Auf diese Weise solle eine "französische Heuchelei" beendet werden.

Bisher hat die "Première Dame" in Frankreich keinen offiziellen Status. Doch nach einer Onlinepetition machen die Macrons einen Rückzieher. Sie wolle nicht eine "ganze Randgruppe der Gesellschaft ohne Hoffnung lassen" und sich daher besonders für Bildungspolitik und sozial Benachteiligte wie Opfer häuslicher Gewalt, Menschen mit Behinderung oder perspektivlose Jugendliche engagieren.

Brigitte Macron verfüge derzeit über ein Team von zwei bis drei Mitarbeitern sowie über zwei weitere Hilfskräfte und zwei Sicherheitsbeamte, sagt Valette. Vor dem Hintergrund der von der Regierung propagierten "Sparmaßnahmen" müsse das genügen. Unklar ist für die Öffentlichkeit allerdings, welches Budget und wie viele Mitarbeiter den Ehefrauen der Staatschefs zur Verfügung stehen.

Zugleich wendet sich sein Text "scharf" gegen "jegliche sexistische Angriffe" gegen Macrons Ex-Theaterlehrerin an der Schule, die 25 Jahre älter ist als der Präsident.

Macron hatte bereits kurz nach seiner Amtsübernahme ein Gesetz durchs Parlament gebracht, das es Abgeordneten und Ministern verbietet, Familienangehörige anzustellen. Brigitte Macron ist beliebt, mehr Geld wollen die Unterzeichner der Petition für sie aber nicht ausgeben.

Die Frage des Status von Brigitte Macron, die im Elysée residiert, war vergangene Woche Thema in der Nationalversammlung. Nach zahlreichen Polit-Affären hatte Frankreich strengere Regeln für Parlamentarier und Minister verabschiedet, die Mauscheleien verhindern sollen.

Related:

Comments

Latest news

Slot Game Symbols To Wish For
It is widely credited with setting the trend of using playing card symbols on the reels, as well as things like bells. In the online slot world this happens more often than not due to the number of pay lines that are genuinely present.

Tötungsdelikt an Hagener Unternehmer nach elf Jahren aufgeklärt?
Er wurde am vergangenen Donnerstag bei der Einreise nach Deutschland von SEK-Beamten am Dortmunder Flughafen festgenommen. November 2006 - jetzt hat die Polizei Hagen den Fall aufgeklärt! Ein anderer Fall brachte die Ermittler auf die Spur.

Ministerpräsident Weil will rasche Neuwahl des Landtags
Sie sei über die Grünen-Landesliste "für die Umsetzung grüner Politik" gewählt worden, erklärte Fraktionschefin Anja Piel. So nachvollziehbar Forderungen sind, sie möge ihr Mandat niederlegen: Twesten ist frei gewählte Abgeordnete.

Landtag soll am 21. August aufgelöst werden
September: "Für mich steht außer Frage , dass es der Tag der Bundestagswahl sein muss". Deshalb habe man sich mit SPD , Grünen, CDU und FDP auf den 15.

Er war erst 30: Rapper vor Pizzeria erschossen!
Bisher konnte der Täter von der Polizei noch nicht gefasst werden und ist noch immer auf der Flucht. Bei Twitter schrieb der zweifache Vater im Anschluss: "Gott hat mich kugelsicher gemacht".

Other news