Venezolanischer Oppositionspolitiker Lopez aus Haft in Hausarrest entlassen

Venezuelas Oppositionsführer Leopoldo Lopez

Die Verfassungsgebende Versammlung soll die unter Maduros Vorgänger Hugo Chavez verabschiedete Verfassung aus dem Jahr 1999 ändern.

Vier Tage nach seiner Festnahme ist der venezolanische Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Gefängnis entlassen und wieder unter Hausarrest gestellt worden. Ihr Mann sei am Samstagabend nach Hause zurückgebracht worden, teilte seine Frau Lilian Tintori im Onlinedienst Twitter mit. "Wir kämpfen weiter mit mehr Überzeugung und Kraft für Frieden und Freiheit in Venezuela", fügte Tintori hinzu. Erst im Juli wurde er vom Gefängnis in den Hausarrest entlassen und am Dienstag genau wie der Oppositionsanführer Antonio Ledezma wieder in ein Militärgefängnis überstellt. López sass zunächst weiter in Haft. Die Opposition wirft Maduro vor, das Land zur Diktatur umbauen zu wollen. Beide standen zum Zeitpunkt ihrer nächtlichen Festnahme bereits unter Hausarrest. Die von Staatschef Nicolás Maduro eingesetzte Versammlung ersetzt das bisherige, von der Opposition dominierte Parlament und hat neben der Arbeit an einer neuen Verfassung weitreichende Vollmachten. Erst am Samstag wurde die regierungskritische Generalstaatsanwältin Luisa Ortega entlassen.

Der 46-jährige López war erst Anfang Juli nach mehr als drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt worden. Am Dienstag wurde er jedoch nachts vom Geheimdienst abgeholt und zurück ins Gefängnis gebracht.

López war wegen angeblicher Anstachelung zur Gewalt bei Protesten verurteilt worden, bei denen 2014 über mehrere Monate hinweg 43 Menschen ums Leben kamen.

López ist Chef der Partei Voluntad Popular, einer der stärksten Kräfte im Oppositionsbündnis "Mesa de la Unidad Democrática" (MUD).

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