Millionen Euro Bußgeld gegen Porsche beantragt

Wegen unzulässiger Abgassysteme hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Geldbuße in Höhe von 110 Millionen Euro gegen den Autobauer Porsche beantragt.

Bundesgeschäftsführer Resch erklärte in Berlin, die Umwelthilfe wolle damit einen Präzedenzfall schaffen.

Die DUH argumentiert, dass gesetzlich ein Bussgeld in Höhe von 5000 Euro pro Fahrzeug möglich sei, und kommt so auf den Gesamtbetrag von 110 Millionen Euro. Ende Juli hatte Bundesverkehrsminister Dobrindt für 22.000 Porsche Cayenne mit bestimmten Dieselmotoren einen europaweiten Rückruf angeordnet. Ein Porsche-Sprecher in Stuttgart wollte sich dazu nicht äußern.

Der Konzern muss die Wagen zurückrufen, für noch nicht verkaufte Fahrzeuge des Typs gilt ein Zulassungsverbot.

DUH-Anwalt Remo Klinger prangerte die Untätigkeit im Bundesverkehrsministerium gegenüber dem Magazin an: "Das ist höchst brisant, dass das aus dem eigenen Hause stammt und die eigenen Hausjuristen aufschreiben, welche rechtlichen Konsequenzen das hat und trotzdem nicht gehandelt wird".

"Jeder Bürger und Kleinunternehmer muss Recht und Gesetz achten", sagte Resch laut Mitteilung zum Bußgeld-Antrag. "Dies muss zukünftig auch für Automobilkonzerne gelten, die im Diesel-Abgasskandal in Deutschland bisher von jeglichen Strafen verschont wurden".

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