Belastete Eier in zwölf europäischen Ländern

Fipronil Fipronil-belastete Eiprodukte sind nun auch in Dänemark und Rumänien aufgetaucht

Der Fipronil-Skandal weitet sich in Europa aus. Zuvor war bekannt geworden, dass verseuchte Eier auch nach Rumänien, in die Slowakei und nach Österreich geliefert wurden.

In Deutschland soll die Zahl der belasteten Eier nach jüngsten Angaben bei 10,7 Mio. liegen. Zuvor war von zehn Millionen Eiern aus den Niederlanden die Rede gewesen. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Bundeslandwirtschaftsministerium.

Dort wurde offenbar verbotenerweise ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt.

Bei der Reinigung von Stallungen in den Niederlanden waren Millionen Eier mit Fipronil verunreinigt worden.

Unterdessen ist es im Zuge der Ermittlungen in Belgien und den Niederlanden zu Durchsuchungen und ersten Verhaftungen gekommen. Wie die nationale Veterinärbehörde ANSVSA am Donnerstag in Bukarest mitteilte, wurde das belastete Flüssigeigelb in einer Lagerhalle im Westen des Landes gefunden. Sowohl in Belgien als auch in den Niederlanden gab es mehrere Razzien, wie die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften mitteilten.

Inwieweit es für Menschen gefährlich ist, die mit Fipronil belasteten Eier zu essen, ist nach wie vor nicht ganz klar.

Grund für die Entdeckung in Rumänien sei "eine spezifische Warnung der Europäische Kommission" im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel gewesen, sagte eine Sprecherin der Veterinärbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Wie viele dieser Eier in den Handel gelangten, ist derzeit jedoch noch nicht klar. Eine Gefahr für die Konsumenten bestehe aber nicht, hiess es. Sie sei aber zu hoch für den Verkauf in der Europäischen Union.

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