Nordkorea droht USA mit Angriff auf Guam

US-Präsident Donald Trump

"Oder sie werden mit Feuer und Wut bekämpft, wie die Welt es noch nicht gesehen hat".

Pjöngjang - Die nordkoreanischen Streitkräfte drohen den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. "Ich bin mir nicht sicher, ob Präsident Trump bereit ist zu handeln", betonte er. Und die Welt kann sich nun aussuchen, für was sie diese Sätze halten will: für das Getöse eines notorischen Angebers, der immer in Superlativen redet; oder für eine ernsthafte Drohung des Präsidenten und Oberbefehlshabers der Welt- und Atommacht USA mit einem massiven Militärschlag gegen Nordkorea. War die Warnung Richtung Pyongyang nur typisches trumpsches Gepolter, dann hat der Präsident völlig unnötig Benzin in einen Konflikt gegossen, der ohnehin lichterloh brennt. Trump hat sein Leben lang nach der Devise gehandelt, dass jeder Angriff mit doppelter Härte vergolten werden muss, zumindest rhetorisch. Sollte Kim Jong-un weitermachen, dann werden die USA darauf militärisch reagieren.

Heute ist das anders. Und so wie es derzeit aussieht, sind es vor allem die Amerikaner, die unbedingt einen Krieg mit Nordkorea wollen. "Ihm würde ich alles zutrauen".

Trump scheint in dieser Hinsicht weniger skrupulös zu sein. Die "Washington Post" und zahlreiche US-Militärexperten wiesen darauf hin, dass eine Modernisierung des Arsenals binnen sechs Monaten schlicht unmöglich sei. Inzwischen aber hat Pyongyang entsprechende Langstreckenraketen getestet. Die Sorge über Pjöngjangs Fortschritte mit Nuklearsprengköpfen wächst. Insofern sind dem Druck, den es ausübt, Grenzen gesetzt. Auch das Risiko eines Atomwaffeneinsatzes infolge eines Militärschlags gegen das nordkoreanische Regime einzugehen. Trumps Warnung war ja ebenso scharf wie vage.

Ein Adressat ist Nordkoreas Führer Kim, von dem die USA nach Meinung von Analysten zumindest ein Ende der Atombomben- und Raketentests fordern. Er sprach nur allgemein von weiteren Drohungen, liess jedoch offen, ob er damit neue Raketen- und Sprengkopftests meinte oder auch das übliche kriegerische Propagandagetöse aus Pyongyang. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, Mittelstreckenraketen vom Typ Hwasong-12 würden auf "Gebiete um Guam" abgefeuert, sobald Präsident Kim Jong Un den Befehl dazu gebe.

Die USA übernahmen Guam, wo etwa 160.000 Menschen leben, 1898 im Spanisch-Amerikanischen Krieg. Das war zweifellos eine Drohung, die aber von Trump unbeantwortet blieb.

Auch andere politischen Eliten in Washington distanzierten sich von Trumps "Wutgeschrei". Der außenpolitisch profilierte US-Senator John McCain mahnte Trump zur Zurückhaltung. Ähnlich äusserten sich etliche ehemalige Verteidigungsminister. Scharfe Angriffe richtete Nordkorea gegen US-Präsident Donald Trump: Dessen jüngste Äußerungen seien "vollkommener Unsinn", nur "absolute Gewalt" funktioniere bei ihm. Das habe der Glaubwürdigkeit Obamas und der USA geschadet. Am Rande eines Treffens über die Drogenepidemie in den USA stieß er vor laufenden Kameras martialische Drohungen gegen Nordkorea aus und schürte damit Spekulationen, die USA könnten Nordkorea angreifen.

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