Nordkorea veröffentlicht Zeitplan für Angriff auf Guam

US-Präsident Trump warnt Nordkorea vor

Anhänger Trumps argumentieren, die drastische Wortwahl des Präsidenten sei angemessen, weil die bisherigen Warnungen an Kim nicht gefruchtet hätten. Beobachtern in Seoul fiel auf, dass die Drohung Nordkoreas mit einem Angriff auf die Pazifikinsel Guam zumindest gemessen an der üblichen, wilden Kriegspropaganda fast differenziert wirkte. Die nordkoreanischen Streitkräfte zögen eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Laut einem Sprecher der nordkoreanischen Armee könne der Plan "jederzeit" ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong Un die Entscheidung dazu treffe. Die USA sollten ihre "rücksichtslosen militärischen Provokationen" unterlassen, so dass man nicht "gezwungen" sei, eine "unvermeidliche militärische Entscheidung" zu treffen.

Die von KCNA zitierten nordkoreanischen Drohungen nehmen direkt Bezug auf die US-Luftwaffenbasis Anderson auf Guam, von der die Vereinigten Staaten immer wieder strategische Bomber des Typs B-1 zu Militärmanövern in Richtung koreanische Halbinsel entsendet haben. Das Regime liess nicht lange mit einer Antwort auf sich warten: Die Streitkräfte kündigten einen möglichen Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam an.

Pjöngjang rechtfertigte dies mit einer Mobilisierung des US-Atomwaffenarsenals sowie jüngsten US-Raketentests und Übungen mit Langstreckenbombern über Südkorea.

Mattis fügte hinzu, das US-Außenministerium versuche alles, um die von Nordkorea ausgehende Bedrohung mit diplomatischen Mitteln zu lösen.

Die Kriegsrhetorik weckte Ängste vor einer unkalkulierbaren Eskalation oder gefährlichen Fehleinschätzung, die einen gewaltsamen Konflikt mit Hundertausenden Toten auf der koreanischen Halbinsel auslösen könnte. Gleichzeitig könne Nordkorea niemals Guam angreifen: "Eine einzige Bombe auf Guam und Nordkorea ist weg - dann löschen die USA das Land aus". Die USA seien aber auch bereit, militärische Mittel einzusetzen, um sich selbst und ihre Verbündeten zu verteidigen. Anlass war, dass zuvor ein Bericht geschlossen hatte, dass Nordkorea mittlerweile in der Lage sei, Atomsprengköpfe auf Raketen zu montieren. Nordkorea habe einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur vollwertigen Atommacht getan, berichtete die Zeitung. Laut dem Zeitungsbericht kam das japanische Verteidigungsministerium ebenfalls zu dem Schluss, dass Nordkorea einen ausreichend kleinen Sprengkopf für seine Interkontinentalraketen besitzt. Es liege in den Händen der Führung in Pjöngjang, das zu ändern. Beide Länder fühlen sich durch das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas zunehmend bedroht. Südkorea will unter anderem Raketen mit höherer Sprengkraft anschaffen, um unterirdische Bunker zerstören zu können.

Trotz Verboten des UN-Sicherheitsrates und Warnungen aus dem Ausland hatte Nordkorea am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10'000 Kilometern. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

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