Nordkoreas Plan für Guam-Angriff soll bis Mitte August stehen

Nordkoreas Plan für Guam-Angriff soll bis Mitte August stehen

Wenn Nordkorea seine Drohungen fortsetze, werde diesen "begegnet mit Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat", sagte Trump am Dienstag.

Pjöngjang/Washington - Nordkoreas Militär droht den USA mit einem Raketenangriff auf die Gewässer um die US-Pazifikinsel Guam und heizt damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter an.

Laut einem Armeesprecher könne der Plan "jederzeit" ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong-un die Entscheidung dazu treffe. Trumps Aussage, dass Nordkorea bei weiteren Drohungen von "Feuer und Zorn" getroffen würde, sei "völliger Unsinn", hieß es in der Mitteilung weiter.

In einer weiteren Stellungnahme kündigte ein nordkoreanischer Militärsprecher laut KCNA an, auf einen möglichen "Präventivkrieg" der US-Streitkräfte mit einem "grenzenlosen Krieg" zu reagieren, der "sämtliche Stützpunkte des Gegners ausrotten wird, auch auf dem US-Festland".

In der neuen Stellungnahme aus Pjöngjang heißt es nun, man werde bis Mitte August Pläne fertigstellen, nach denen vier Mittelstreckenraketen über Japan fliegen und etwa 30 bis 40 Kilometer vor Guam ins Meer stürzen sollen. Nordkorea habe einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur vollwertigen Atommacht getan, berichtete die Zeitung. Sie stützt sich dabei auf Aussagen von Beratern Trumps.

Der außenpolitisch profilierte US-Senator John McCain mahnte Trump zur Zurückhaltung. Der Präsident habe demnach vor allem ein "starkes Signal" senden wollen. Bei einem Stopp auf Guam sagte Tillerson, er glaube nicht, dass es eine unmittelbare Bedrohung gebe, die Amerikaner könnten ruhig schlafen.

Nordkoreas Plan für Guam-Angriff soll bis Mitte August stehen

Amerikas Verteidigungsminister James Mattis richtete ebenfalls eine deutliche Warnung an Pjöngjang: "Die Demokratische Volksrepublik sollte jeden Gedanken an Handlungen aufgeben, die zum Ende ihres Regimes und zur Vernichtung ihres Volkes führen würden". Zwar versuche das US-Außenministerium alles, um der Bedrohung mit diplomatischen Mitteln Herr zu werden. Aber er verwies auch auf die Erfahrung und die überlegene Schlagkraft der amerikanischen Streitkräfte.

Inzwischen könnte Nordkorea nach Erkenntnissen der USA und Japans in der Lage sein, seine Raketen mit Miniatur-Atomsprengköpfen zu bestücken - auch Interkontinentalraketen.

Nichtsdestotrotz baut Trump mit seinen Tweets die Droh-Kulisse gegen Nordkorea weiter auf. Eine Sprecherin seines Ministeriums war danach um Erklärungen bemüht. "Die großen Führer, die ich kenne, sprechen keine Drohungen aus, solange sie nicht bereit zum Handeln sind", sagte der Republikaner dem US-Radiosender KTAR.

Zur atomaren Bewaffnung der USA hatte Trump getwittert: "Mein erster Befehl als Präsident war, das nukleare Arsenal zu erneuern und zu modernisieren". Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse des US-Militärgeheimdienstes (DIA), aus dem die "Washington Post" gestern zitierte. Eine Modernisierung des Arsenals binnen sechs Monaten sei schlicht unmöglich.

Trotz aller Verbote des UN-Sicherheitsrats und aller Warnungen hatte Nordkorea am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern.

Nordkoreas Staatschef Kim hatte nach dem Test gesagt, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat am Wochenende die bisher schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

Related:

Comments

Latest news

Coen Brüder drehen Western-Miniserie für Netflix
Hinter den Kulissen arbeiten die Coens mit Robert Graf , Megan Ellison und Sue Naegle zusammen. Die Serie besteht aus sechs in sich geschlossenen Geschichten über den Wilden Westen.

Aaron Carter: Meine Ex-Freundin verstand meine Bisexualität nicht
Das Medieninteresse am ehemaligen Teeniestar Aaron Carter ist nach seinem Coming-out als Bisexueller in den USA groß. Er habe sich jetzt geoutet, weil ein Meilenstein in seinem Leben bevorstehe: "Am 7.

Overwatch: Deathmatch-Modus angekündigt
Bislang war " Overwatch " in erster Linie ein Teamspiel, in dem Sechsergruppen von Spielern zusammenarbeiten mussten. Wann die Features für alle und damit auch PS4 zur Verfügung stehen werden, ist momentan noch nicht bekannt.

IS bekennt sich zu Anschlägen auf das Parlament in Teheran
Ein Dritter Angreifer wurde verhaftet, dennoch ist vom IS bisher keine offizielle Verlautbarung getroffen worden. Der iranische Geheimdienst sprach von Terroranschlägen, ohne jedoch direkt den IS zu erwähnen.

Online Casinos – wie finde ich einen guten Anbieter?
Deshalb sollte man sich vorab ein wenig informieren und sich überlegen, welche Spiele einen besonders interessieren. Viele Online Casinos bieten die Möglichkeit das Spielangebot in Teilen kostenlos vorab zu testen.

Other news