Russischer Ölkonzern Rosneft will Gerhard Schröder anheuern

Auf der Webseite der russischen Regierung erschien am Freitag eine von Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew unterzeichnete Liste mit sieben Namen, denen eine Funktion als "unabhängige Direktoren" angetragen werden soll - darunter auch der frühere SPD-Politiker.

Großer Auftritt: Gerhard Schröder beim SPD-Parteitag im Juni in Dortmund.

Das Direktorengremium soll in einer unregelmäßigen Aktionärsversammlung am 29. September gewählt werden, berichtet die Wirtschaftszeitung RBC. Als Vertreter des Staates sind Rosneft-Chef Igor Setschin, Kreml-Berater Andrej Belussow und Energieminister Alexander Nowak vorgesehen. Der Rosneft-Vorstand soll für die personelle Umgestaltung eigens von neun auf elf Mitglieder erweitert werden. Er wird zur Hälfte vom russischen Staat kontrolliert.

Hinter dieser Gesellschaft steht ein von dem russischen Energieunternehmen Gazprom geführtes Firmen-Konsortium. Daneben ist der deutsche Eon-Konzern über eine Tochter an "Nord Stream" beteiligt. Sowohl Rosneft-Chef Setschin als auch Altkanzler Schröder sind langjährige Freunde des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Schröders neuer Arbeitgeber Rosneft gehört zu den Unternehmen, die von den Sanktionen betroffen sind, welche die Europäische Union und die USA im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise gegen Russland verhängt haben.

Der Ex-Kanzler hatte sich in der Vergangenheit gegen derartige Sanktionen ausgesprochen.

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