Britische Forscher entdecken fast hundert Vulkane in der Antarktis

Kaiserpinguine auf Antarktis

91 der Vulkane waren bisher nicht bekannt.

Die Vulkane liegen entlang des 3000 km langen westantarktischen Grabenbruchs.

Laut Bingham ist es wahrscheinlich, dass es sich bei dem Vulkan-Netzwerk um die Region mit der größten Vulkandichte weltweit handelt, größer als die in Ostafrika und andere Gebiete mit hoher Anzahl an aktiven Vulkanen. Die Forschungsergebnisse wurden nun in den Sonderpublikationen der Geological Society veröffentlicht.

"Die große Frage ist: Wie aktiv sind die Vulkane? Wir müssen das so schnell wie möglich herausfinden", sagte der Geowissenschaftler Robert Bingham von der Edinburgh University zum "Guardian". "Alles, was ein Schmelzen des Eises hervorruft - und ein Vulkanausbruch würde das definitiv tun -, würde den Eisfluss ins Meer beschleunigen", so der Experte. Dadurch könnte der Meeresspiegel weiter ansteigen. Nachdem in den vergangenen hundert Jahren einige Polarforscher mehrere aus dem Eis ragende Gipfel aus Basaltgestein entdeckt hatten, wollten die Wissenschaftler nach kegelförmigen Auswölbungen über dem Eis suchen. Denn obwohl die antarktischen Vulkane anscheinend während den Eiszeiten vielen Lebewesen beim Überleben geholfen haben, könnten sie jetzt problematisch werden. Wenn die Vulkane jedoch vollständig von Eis bedeckt sind, verrät die Eisoberfläche nichts von den darunterliegenden Kratern. Die Forscher nutzten Signale von Radargeräten aus vorangegangenen Studien, welche etwaige Basaltfelsen auch durch die Eisschicht aufzeichnen können.

Versteckt unter kilometertiefem Eis haben britische Forscher einen spektakulären Fund gemacht: 91 bisher unbekannte Vulkane.

Ein solches Szenario ist gar nicht so unwahrscheinlich, warnen die Forscher: "Eine Theorie ist, dass ohne die Eisdecke der Druck in der Region nachlässt und die Vulkane daraufhin wieder aktiv werden", so Bingham.

Insgesamt erstreckt sich das Netzwerk der Feuerberge über etwa 3500 Kilometer zwischen dem Ross-Schelfeis und der Antarktischen Halbinsel (siehe Bildstrecke), wie die Hochschule mitteilte. Die Forscher vermuten, dass unter der Eisdecke noch deutlich mehr Vulkankegel stecken könnten als die nun bekannten 138.

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