Gefälschtes Medikament entdeckt: "Sovaldi" gegen Hepatitis-C

Spritzenetikett ebenfalls manipuliert Im Original sind die variablen Daten auf eine transparenten Folie gedruckt – die Fälschung hingegen besitzt einen weißen Druck. Zudem sind auf der Rückseite der Abziehetiketten die variablen Daten für das Origi

Betroffen sei das Arzneimittel "Sovaldi 400 mg Filmtabletten" der Firma Gilead, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit.

Schon wieder ist ein gefälschtes Hepatitis C Medikament auf den deutschen Markt gelangt. Das Medikament wird zur Behandlung der chronischen Hepatitis C angewendet. Konkret heißt das: Pro Pille verlangt der Hersteller Gilead von den Krankenkassen derzeit 500 Euro, ursprünglich wurde ein Verkaufspreis von 700 Euro pro Tablette angesetzt. Bislang ist unklar, ob die Tabletten wie bei den Harvoni®-Fälschungen auch Wirkstoff enthalten.

Die gefälschten Packungen der 400mg Filmtabletten tragen die Chargenbezeichnung VVDXD (Verfallsdatum 01/2019), bei der es sich laut BfArM um eine real existierende Charge für den deutschen Markt handelt. Patienten, die feststellen, dass es sich um weiße Tabletten handelt, sollen diese nicht einnehmen und sich an ihren behandelnden Arzt oder ihren Apotheker wenden, um das weitere Vorgehen abzusprechen, erklärt das BfArM. Allerdings ist eine Unterscheidung ohne direkten Vergleich mit einer Originalverpackung nicht möglich, so das Bonner Institut.

Auch die Verpackungen wurden von den Fälschern verändert.

Die Fälschung wurde im Zuge von Nachuntersuchungen entdeckt, die im Zuge des Fälschungsfalls des Arzneimittels Harvoni von den Behörden durchgeführt wurden. Die Ergebnisse bezüglich Identität und Gehalt des Wirkstoffes Sofosbuvir der betroffenen Packungen sind Gegenstand weiterer, laufender Untersuchungen.

Das BfArM weist darauf hin, dass für den Austausch eine ärztliche Verschreibung bei der Apotheke vorgelegt werden muss.

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