Terrorzelle hatte 120 Gasflaschen für Anschläge

Passanten in der Nähe vom Platz Las Ramblas gleich nach dem Terroranschlag

Mit der beschaulichen Ruhe im katalanischen Bergdorf Ripoll in den nordspanischen Pyrenäen ist es vorbei: Die Polizei belagert derzeit das Dorf, in dem jene Terrorzelle heranreifte, die in Barcelona und dem Ferienort Cambrils Anschläge verübte. Die Gasflaschen hätten sich in einem Haus in Alcanar befunden, wo durch eine Explosion die ursprünglichen Anschlagspläne durchkreuzt worden seien, teilte die Polizei am Sonntag mit. 14 Menschen waren ums Leben gekommen, mehr als 120 wurden verletzt. Weiter wurden auch der Tod eines Italieners und eines Belgiers bestätigt.

Den schweren Anschlag mit einem Kleintransporter auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas, bei dem am Donnerstag 13 Passanten getötet wurden; einen vereitelten Angriff in der Küstenstadt Cambrils, bei dem flüchtige Verdächtige Passanten anfuhren und eine Frau ums Leben kam; sowie die Explosion in einem Wohnhaus in der Ortschaft Alcanar. Medienberichten zufolge gilt der 22-jährige Marokkaner Younes Abouyaaqoub als Hauptverdächtiger.

Der Großvater hatte in sozialen Medien zuvor noch um Hilfe bei der Suche nach seinem Enkel gebeten.

Der Prediger Abdelbaki E. wird von der Polizei als möglicher Kopf der Terrorzelle angesehen, der insgesamt wenigstens 12 islamistische Fundamentalisten im Alter von 17 bis 34 Jahren angehörten.

Traurige Gewissheit nach dem Terroranschlag: Ein australischer Bub, dessen Schicksal seit der Todesfahrt auf dem Boulevard "Las Ramblas" als ungewiss galt, ist tot.

Bei einer Trauerfeier in der Basilika Sagrada Familia rief der Erzbischof von Barcelona ganz Spanien dazu auf, zusammenzustehen und Muslime nicht auszugrenzen.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte die Angriffe in Spanien für sich reklamiert.

ANTI-TERROR-EINSATZ IN CAMBRILS: In dem Badeort südwestlich von Barcelona erschossen Einsatzkräfte fünf mutmaßliche Terroristen. Das Volk habe keine Angst.

Zwei Tage nach den Terrorattacken sind noch 54 Menschen im Krankenhaus. Dabei handele es sich um den Bruder eines der getöteten Terrorverdächtigen von Cambrils. Die Beamten vermuteten, dass die Gruppe dort Sprengstoff lagerte und ein noch grösseres Attentat als dasjenige in Barcelona vorbereitete. Aber einer fehlt noch: der mutmassliche Todesfahrer Younes Abouyaaqoub.

Die Mutter des Hauptverdächtigen Abouyaaqoub appellierte an ihren Sohn, sich zu stellen. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einer zwölfköpfigen Zelle aus. Zwölf Patienten seien in kritischem Zustand, 25 weitere schwer verletzt - darunter viele Ausländer.

Die Echtheit der Erklärung liess sich zunächst nicht verifizieren. Der Ort liegt rund 100 Kilometer südlich von Barcelona bei Tarragona. Zudem wurden drei weitere mutmassliche Gesinnungsgenossen in Ripoll festgenommen, darunter Driss Oukabir.

Seit 2015 war Es Satty Imam in Ripoll, woher die meisten Angehörigen der Terrorzelle, die hinter den Attacken von Barcelona und Cambrils steht, stammen. Sein Kollege aus der Region Katalonien, Joaquim Forn, widersprach und sagte, die Terrorzelle sei erst ausser Gefecht, "wenn man den Aufenthaltsort von allen Personen, die dazugehörten, kennt". Sie würden mit speziellen Polizeifahrzeugen von Barcelona aus zum nationalen Staatsgerichtshof in der Hauptstadt Madrid gebracht, berichtete die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Ermittler.

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