"Vitamin B" hilft - Viele Jobs über persönliche Kontakte besetzt

Das geht aus einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor, die die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg am Dienstag veröffentlichte.

Jede dritte Stelle in Deutschland wird einer Umfrage zufolge über persönliche Kontakte besetzt. Bei Kleinbetrieben beträgt dieser Anteil sogar 47 Prozent.

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Im vorigen Jahr gab es in Deutschland insgesamt 3,65 Millionen sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen. Gut ein Zehntel (elf Prozent) der Besetzungen kommt über Stellenausschreibungen auf der eigenen Homepage zustande. Besonders deutlich wird die Bedeutung persönlicher Kontakte laut dem Forschungsinstitut der BA in Kleinbetrieben mit höchstens 50 Beschäftigten: Hier wird beinahe jeder zweite Mitarbeiter über Beziehungen rekrutiert, teilte das IAB mit. Über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit wurde dagegen nur noch jede zwanzigste Stelle vermittelt. Zehn Prozent der Stellen werden über Stellenangebote in Zeitungen oder Zeitschriften besetzt, ebenfalls zehn Prozent über Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten. Auf private Arbeitsvermittlungen entfallen vier Prozent der Stellenbesetzungen.

Dabei brachten Internet-Jobbörsen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter bei 21 Prozent der Neueinstellungen zusammen. Nur knapp ein Viertel der Stellenneubesetzungen fand bei Großbetrieben mit mindestens 250 Beschäftigten statt - was laut IAB auch mit der geringeren Personalfluktuation bei großen Unternehmen zusammenhängt. Bei Großbetrieben kommen Stellenbesetzungen auch überdurchschnittlich häufig über Stellenausschreibungen auf der eigenen Homepage zustande. Unter den Kleinbetrieben befänden sich beispielsweise Handwerksbetriebe mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten. Mit ihr wird viermal jährlich das gesamte Stellenangebot erhoben, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden.

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