Flutkatastrophe in Houston nach Sturm "Harvey"

Ein LKW fährt ins Wasser in Houston Texas

Regen, Regen, Regen und kein Ende in Sicht: Trotz deutlicher Abschwächung bringt Wirbelsturm "Harvey" weiter Massen von Wasser in den US-Bundesstaat Texas. Potenziell sind 16 Millionen Menschen zwischen den Städten Brownsville und Houston in einem Küstenstreifen von etwa 560 Kilometern Länge von "Harvey" betroffen. Auch in der Nacht zu Montag (Ortszeit) waren zahlreiche Rettungsaktionen in der Region im Gange. Bis in die Innenstadt der Millionenmetropole Houston hinein sind Straßen unpassierbar und nach Behördenangaben alle Autobahnen in der Umgebung überschwemmt. Der Tropensturm ist für die Stadt besonders gefährlich, weil sie unterhalb des Meeresspiegels liegt. Bestätigt sind bislang zwei Tote.

Auch der Chef der US-Behörde für Katastrophenhilfe (FEMA), Brock Long, rief die Texaner am Samstag auf, "Harvey" weiter äußerst ernst zu nehmen.

Uhr: US-Präsident Donald Trump hat auch für den Bundesstaat Louisiana den Katastrophenfall ausgerufen.

Auch der Bundesstaat Louisiana rüstete sich für Überflutungen. Das Weiße Haus verkündete am Montag die Entscheidung, auf deren Grundlage Bundesmittel zur Behebung von zu erwartenden Sturmschäden freigegeben werden können.

Seinen Besuch in Texas hatte er angekündigt, noch bevor der Sturm auf Land traf.

Der texanische Gouverneur Greg Abbott sagte, auch nach der Herabstufung von Harvey zu einem Tropensturm verschlimmere sich die Lage in den betroffenen Gebieten weiter. Der Regen könnte noch bis Donnerstag oder Freitag andauern. In den nächsten Tagen könnten weitere 50 Zentimeter Regen pro Quadratmeter zu den ohnehin extremen Wassermengen hinzukommen.

Viele Orte würden bald möglicherweise nur noch mit Booten zu erreichen sein, warnten die Behörden. Kirchen öffneten ihre Tore als Herbergen für Flutopfer.

Wegen der steigenden Pegelstände haben die Behörden die Zwangsräumung der südwestlichen Vororte Houstons in Fort Bend County angeordnet. Für Trump ist es die erste große Naturkatastrophe, mit der er in seiner rund siebenmonatigen Amtszeit konfrontiert ist. Bereits am Freitag hatte er auf Ersuchen von Gouverneur Abbott den Notstand ausgerufen: Damit können rasch Regierungsgelder für Hilfsmaßnahmen nach Texas fließen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) stufte "Harvey" zwar immer weiter herunter, die sintflutartigen Regenfälle halten aber an: von der Stadt Corpus Christi im Osten bis Houston im Westen. Im Großraum Houston leben 6,5 Millionen Menschen. Der Flugbetrieb an den beiden Flughäfen der texanischen Metropole kam zum Erliegen, darunter auch das vielgenutzte Luftverkehrsdrehkreuz George Bush Intercontinental Airport. Laut mehreren US-Medien soll eine sechsköpfige Familie ums Leben gekommen sein, als ihr Fahrzeug im Wasser stecken blieb.

Die 10.000-Einwohnerstadt Rockport nordöstlich von Corpus Christi bot ein Bild der Verwüstung: Umgestürzte Strommasten, Holzrahmen von auseinandergerissenen Häusern waren mit anderen Trümmerteilen auf Straßen verteilt. In einigen Stadtteilen stehen die Häuser bis zur Dachkante unter Wasser. Gepostet wurde es nach Medienberichten vom Schwiegersohn der Eigentümerin des Heimes, die es seiner Frau - ihrer Tochter - am Sonntagmorgen zugeschickt hatte, um Hilfe zu bekommen. Die Tochter, Kimberly McIntosh, sagte dem Sender CNN, die Aufnahme sei echt.

Sorge macht den Texanern außerdem die Route des Sturms.

Die Polizei von Houston rettete in nur acht Stunden rund 1000 Menschen, teilte der Bürgermeister der Stadt, Sylvester Turner, mit. Er verwies auf die Folgen der Evakuierung vor dem Hurrikan "Rita" im Jahr 2005, bei dem mehr als 100 Menschen gestorben seien.

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