Hoeneß: "Keinen Spieler für 100 Millionen kaufen"

Der BVB buhlt um Julian Draxler

Er sieht das Risiko, dass sich die Fans abwenden.

München Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat angesichts steigender Transfersummen, Gehälter und Handgelder vor dem Kollaps im Fußball gewarnt. "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wohin das noch alles führen soll", so Hoeneß im Interview mit der Sport Bild.

Für die sich immer schneller drehende Preisspirale auf dem Transfermarkt findet er klare Worte: "Wir sind an einem Punkt, wo wir verdammt aufpassen müssen. Ich muss ehrlich sagen: Es ist an der Zeit, die Verhältnismäßigkeiten wieder zurechtzurücken". Lange genug hatte man Schiss vor den Beratern, den Spielern etc. Man muss nun auch mal sagen: "Es reicht!"

Gleichzeitig betont Hoeneß: "Dass Julian Draxler ein Spieler ist, der dem FC Bayern gut zu Gesicht stehen würde, steht außer Frage". Der Rekordtransfer des Rekordmeisters stellt Corentin Tolisso dar, der im Sommer aus Lyon für 41,5 Millionen Euro gekommen war - Peanuts im Gegensatz zu den 222 Millionen Euro für Neymar.

Mittlerweile preist Hoeneß dafür schon seit Jahrzehnten das legendäre Festgeldkonto des FCB: "Andere Klubs mögen geliehenes Geld haben oder zur Verfügung gestelltes von irgendwelchen Besitzern - aber der FC Bayern kann stolz darauf sein, dass er dieses Festgeldkonto hat, das selbst erwirtschaftet ist", sagt er.

"Es mag richtig sein, dass die Wirkung eines solchen Festgeldkontos nicht mehr dieselbe ist wie etwa vor zehn Jahren".

Auch wenn der Markt in Europa explodiere, wolle der Bayern-Präsident dieses Spiel nicht mitmachen: "Ich möchte keinen Spieler für 100 Millionen Euro kaufen, auch wenn ich sie hätte". Dafür ist mir das Geld zu schade.

Ein Wechsel des Nationalspielers von Paris St. Germain nach München kommt also nicht infrage. Ich bin der Meinung: "Kein Spieler der Welt ist 100 Millionen Euro wert".

Den Transferrekord kommentierte der Bayern-Boss neckisch: "Meines Wissens ist der Fußballer Neymar durch seine neue Ablösesumme nicht besser geworden".

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