FIFA leitet nach Nazi-Eklat Disziplinarverfahren gegen DFB ein

Die FIFA nimmt den Fall unter die Lupe

Der Fußball-Weltverband Fifa hat ein Disziplinarverfahren gegen den Deutschen Fußball-Verband (DFB) und den Tschechischen Fußball-Verband eingeleitet.

Die Fifa ermittelt, weil deutsche Chaoten während des WM-Qualifikationsspiels am vergangenen Freitagabend in Prag Nazi-Parolen gegrölt und gepöbelt hatten.

Bundestrainer Joachim Löw hatte sich am Sonntag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Norwegen in Stuttgart (6:0) vehement distanziert. Dem Deutschen Fußballbund droht nun eine Geldstrafe. Nach Angaben der Fifa werden verschiedene Vorfälle untersucht. Auch gegen den tschechischen Fußballverband wird ermittelt, da die Heimmannschaft für die Sicherheit der Zuschauer zuständig ist. Vereinzelt waren "Sieg Heil"-Rufe zu hören, der deutsche Nationalspieler Timo Werner (RB Leipzig) wurde beschimpft". Gleichzeitig wies er eine direkte Verantwortung des Verbands zurück.

Greift jetzt auch das BKA ein?

Ausserdem hat die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) eine Aufklärung der Zwischenfälle beim Bundeskriminalamt (BKA) angeregt.

Die Zuständigkeit für die Ermittlungen gegen unbekannte deutsche Straftäter bei Sportgroßveranstaltungen im Ausland liegt bei der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft.

Unter ZIS-Leitung war vor Ort auch eine deutsche Polizeidelegation eingesetzt, um den Einsatz der tschechischen Polizei zu unterstützen.

Deutsche Krawallmacher störten eine Schweigeminute für zwei gestorbene tschechische Fußballfunktionäre mit Schmährufen, ebenso die Nationalhymnen.

Die Einleitung von Strafverfahren und die Verdichtung von Erkenntnissen über einzelne Störer gebe der ZIS die Möglichkeit, für künftige Spiele auch polizeiliche Präventivmaßnahmen gegen diese Personen prüfen zu können.

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