Einigung mit Behörde: Lenovo verzichtet auf gefährliche Werbesoftware

Ein Lenovo Ultrabook

Dennoch verpflichte man sich künftig dazu, die Zustimmung der Anwender einzuholen, bevor man derartige Programme installiere. Die FTC hatte eine Untersuchung gegen den chinesischen Konzern angestrengt, weil auf etlichen Lenovo-Laptops die gefährliche Werbesoftware "Superfish Visual Discovery" vorinstalliert war.

Finanziell dürfte die Strafe Lenovo leicht wegstecken können, der Konzern verzeichnete 2016 einen Gewinn von 672 Millionen US-Dollar bei einem Jahresumsatz von 43 Milliarden US-Dollar.

Lenovo hat im Streit um die umstrittene Superfish-Adware eine Einigung mit mehreren US-Bundesstaaten erzielt.

"Superfish Visual Discovery" ist ein Programm, das sich beim Internetsurfen in eine Verbindung einklinkt, um zusätzliche Werbung auf Webseiten einzublenden. Allerdings kann es sich auch in per SSL-Verschlüsselung geschützte Verbindungen einschalten, ohne dass die Nutzer etwas davon mitbekommen. Das stellte beispielsweise beim Onlinebanking eine Gefahr dar, weil die verschlüsselten Kanäle nicht mehr sicher waren.

Lenovo habe nicht nur die Privatsphäre der Verbraucher, sondern auch den Online-Sicherheitsschutz gefährdet, auf den die Verbraucher vertrauten, erklärte Maureen K. Ohlhausen, die amtierende FTC-Chefin, am Dienstag (Ortszeit) in Washington.

Für Kunden wesentlich erfreulicher: Lenovo muss für die nächsten 20 Jahre ein Sicherheitsprogramm für nahezu alle vorinstallierte Software entwickelt, zudem müssen Kunden über die Funktion von Software klar aufgeklärt werden und der Installation zustimmen. Die Software mit dem offiziellen Namen "VisualDiscovery" wurde mit hunderttausenden Geräten ausgeliefert und legte unter anderem auch persönliche Informationen der Nutzer offen. Für Lenovo hatte sich die Vereinbarung mit Superfish nicht einmal gerechnet: Der Vertrag habe dem Konzern maximal 250 000 US-Dollar an Einnahmen beschert, berichtete im März 2015 das Wirtschaftsmagazin Forbes.

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