Luchs "Alus" tot aufgefunden: 15.000 Euro Belohnung im Falle einer Straftat

Ob im Fall des toten Luchses tatsächlich eine Straftat vorliegt ist derzeit noch nicht klar

Da eine menschliche Manipulation am Körper von "Alus" nicht ausgeschlossen werden kann, erstattete das bayerische Landesamt für Umwelt eine Strafanzeige beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Nun ist klar: Bei dem toten Tier handelt es sich um den Luchs "Alus", der seit 2015 im Pinzgau umherstreift und schon öfters in Fotofallen getappt war.

Die genaue Todesursache konnte bisher nicht festgestellt werden. Es ist unklar, ob die Körperteile erst bei der Bergung abgetrennt wurden oder bereits davor. Dort wird der Fall von der Ermittlungsgruppe der Dienststelle bearbeitet. Der Naturschutzsachbearbeite hat die Federführung übernommen. Auch nach dem Bundesjagdgesetz ist der Luchs ganzjährig geschont, darf also grundsätzlich nicht gejagt werden. Ausnahmen dürfen nur die zuständigen Sicherheits- oder Naturschutzbehörden unter engen Bedingungen zulassen.

Im vorliegenden Fall berücksichtigt die Polizei bei den Überprüfungen, die unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein stattfinden, denkbare Verstöße nach dem Strafgesetzbuch (Jagdwilderei und ggf. auch Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete), dem Bundesnaturschutzgesetz (Zugriffsverbote) und dem Tierschutzgesetz (Töten eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund).

Die Polizei Bad Reichenhall wird sich bei ihren Ermittlungen ständig im Austausch mit Fachbehörden befinden.

Grundlegende Ermittlungstätigkeiten, wie etwa die Untersuchungen am Fundort des Kadavers und Zeugenbefragungen, sind bereits angelaufen.

"Illegalität ist das größte Problem beim Schutz des Luchses", unterstreicht Christian Pichler, WWF-Artenschutzexperte, und führt weiter aus: "Wir müssen alles daran setzen, diesen Kriminellen das Handwerk zu legen, damit der Luchs nicht das gleiche Schicksal erleidet wie der Braunbär in Österreich: Er ist 2011 zum zweiten Mal ausgestorben".

Ein Sprecher des Bayerischen Landesamts für Umwelt wollte sich nicht dazu äußern, ob der Luchs womöglich in eine Wildfalle geriet, erschossen oder überfahren wurde. Das Tier soll Medienberichten zufolge außerhalb des Nationalpark-Geländes gelegen haben.

Das LfU hat nach Rücksprache mit der Polizei eine Untersuchung des Fundortes veranlasst.

Am Dienstag wurde ein toter Luchs im Berchtesgadener Land gefunden.

Im Raum Berchtesgaden wurde seit Anfang 2016 immer wieder ein Luchs nachgewiesen, der regelmäßig die Grenze zwischen Österreich und Deutschland überquert hat. Die Ermittlungen laufen. Wir können aber nicht ausschließen, dass es ein Trophäenwilderer war. Diese wurden eingeleitet wegen der Tötung von zwei Luchsen, deren abgetrennte Vorderbeine bei Cham gefunden worden waren.

"Der Luchskadaver lag plötzlich in der Baggerschaufel, während ein Bagger Kies aus dem Saalachsee geschaufelt hat".

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