VW-Chef: schieben Restrukturierung nicht auf lange Bank

Vorstandschef Matthias Müller über die Restrukturierung von VW

Der Konzern führe routinemäßig Gespräche mit vielen Herstellern. Was genau, ist aber noch ungewiss. "Wir brauchen kein Geld", sagte indes aber der Konzernbetriebsratschef.

Das "Wall Street Journal" hatte Müller in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit den Worten zitiert, ein neues Team des Autobauers arbeite aktiv am Verkauf mehrerer Bereiche, die nicht länger zum Kerngeschäft des Konzerns gehörten.

Hamburg (Reuters) - Volkswagen hat die Größenordnung der für einen Verkauf infrage kommenden Randbereiche des Konzerns relativiert.

Gerüchte über eine mögliche Fusion mit Fiat Chrysler nannte Müller "Spekulation". Gut informierten Kreisen zufolge gibt es keine Entscheidung. Ein Sprecher sagte, Entscheidungen seien noch nicht gefallen. Müller äußerte sich dazu nicht. Aber "die Anteilseigner müssen Handlungen sehen".

Die zum Verkauf stehenden Bereiche machten bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes von Volkswagen aus.

"Wir lassen uns von keinem die Entscheidung diktieren": Die Restrukturierung geht weiter, versichert Volkswagen-Konzernchef Müller dem "Wall Street Journal". Wie es heißt, ist der Widerstand des Betriebsrats einer der Gründe dafür, dass der Verkauf so schnell nicht stattfinden kann. "Wir sagen es jetzt noch einmal unmissverständlich: Die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat von Volkswagen wird weder dem Verkauf von Ducati noch dem von Renk oder MAN Diesel & Turbo zustimmen", sagte ein Sprecher des VW-Konzernbetriebsrats damals.

Für Ducati gibt es zahlreiche Interessenten, darunter dem Vernehmen nach auch die italienische Industriellenfamilie Benetton und der amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson. Wirtschaftlich hat Volkswagen keinen Anlass, sich von seiner Motorradtochter zu trennen.

Bereits 2016 hatte sich VW von Beteiligungen getrennt - darunter der milliardenschwere Anteil am Leasing-Weltmarktführer LeasePlan. Dies spülte 2,2 Milliarden Euro in die Kasse der Wolfsburger. Der Autobauer hielt 50 Prozent an LeasePlan, war 2004 dort eingestiegen und verhandelte Anfang 2009 noch über eine Komplettübernahme. Die Verteidigung des 63-jährigen James Liang, der die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, legte Berufung ein.

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