Fixer Balljunge narrt den FC Bayern

Bundesliga-Spiel zwischen TSG Hoffenheim und FC Bayern München 9. September 2017

"So wie ich die Regel kenne", sagte der Trainer von Bayern München im Anschluss an das 0:2 (0:1) bei 1899 Hoffenheim in seinem Italo-Englisch, "wird das Spiel unterbrochen, wenn ein zweiter Ball auf dem Platz ist". Erst recht, wenn er den ersten Test in der Champions League gegen Anderlecht am Dienstag nicht bestehen sollte. Das wäre auch nicht ungewöhnlich, denn die Bayern haben verloren, 0:2 in Hoffenheim. Schließlich waren sich alle Experten einig, dass der Treffer regulär war.

Aber auch Ancelotti selbst muss sich hinterfragen. Vielleicht bekommt der Balljunge noch ein Trikot, da machen wir noch was.

Alles andere als glücklich wirkten Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, als sie während der Partie auf der Tribüne immer wieder die Köpfe zusammensteckten. Und Sportdirektor Hasan Salihamidzic schüttelte schon kurz vor dem Abpfiff den Kopf. Immerhin: Die Spieler gaben sich nach der unangenehmen Niederlage selbstkritisch.

Auch Manuel Neuer meldete sich zu Wort: "Wir haben uns hinten nicht optimal verhalten, das war auch mit unsere Schuld. Das war das Problem".

Mats Hummels war der Ball ins Aus gesrpungen. "Hoffenheim war eiskalt. Die Qualität hatten wir diesmal nicht".

Die Bayern verpassen bei der Niederlage gegen Hoffenheim den Sprung an die Tabellenspitze. "Und das wären zwei Heimsiege". 43 Mal wurde ein langer Ball in den Hoffenheimer Strafraum geschickt.

Einen Komplex will Ancelotti aber noch nicht erkennen. Das Spiel war schwierig, wir hatten einige Möglichkeiten, konnten sie aber nicht nutzen. "Wir haben es versucht und hatten auch viele Chancen", sagte der Italiener lapidar: "Die Leistung war eigentlich in Ordnung, aber wir waren nicht bei 100 Prozent - und 95 Prozent haben nicht gereicht".

Aus dem Getümmel kullerte der Ball in der 75. Minute zwischen die Beine von Abwehrspieler Robin Knoche und Tormann Koen Casteels über die Linie - zum 500.

Wolfsburg - Hannover 96 1:1 (0:0).

Ein 13-jähriger Balljunge bereitete mit einer schnellen Reaktion am Samstagabend das 1:0 vor. "Wir können mithalten", betonte Heldt.

Es war die entscheidende, durchaus regelkonforme und symptomatische Szene eines Duells, das sich in den Statistiktabellen so liest, wie man es erwartet hatte - das aber in der entscheidenden Spalte dann doch die Zahlen so verteilte, dass ein kleiner Ruck geht durch diese Liga, die in den vergangenen fünf Jahren einem bayerischen Wunschkonzert glich. Motivation, Charakterstärke und sogar gute spielerische Ansätze habe er gesehen.

Die Abstiegsregion liegt derzeit in beruhigender Ferne, und das ist für den vor der Saison als Wackelkandidaten gehandelten Club aus der Hauptstadt Niedersachsens beachtlich. Diese Beobachtungen stimmten ihn zuversichtlich.

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