Ancelotti für Verkürzung der Transferperiode nach englischem Vorbild

Daumen hoch für den neuen Transferschluss? Jürgen Klopp hätte den Poker um Coutinho im Sommer gerne vor Spielstart beendet gewusst

Deshalb wäre es wohl nicht ganz so schlimm, wenn die Liga die einzige bliebe, in der das Transferfenster zwar künftig vor dem Saisonstart schließt, Verkäufe aber weiter bis zum 31. August erlaubt sind. Würde hingegen nur die Bundesliga nachziehen, Spanien, Italien und Frankreich aber beim alten System bleiben, droht einigen Vereinen der späte Ausverkauf, ohne selbst darauf reagieren zu können. In Deutschland ist das anders.

Hannover-96-Manager Horst Heldt warnte vor einer überstürzten Beschränkung der Transferperiode der Fußball-Bundesliga. Bei den deutschen Vereinen gebe es "kein abschließendes Meinungsbild", teilte die DFL am Donnerstagabend mit. "Wenn die Liga losgeht, muss es nur noch um Fußball gehen". Auch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke befürwortete die Initiative der Engländer. Für Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff wäre eine neue Regelung nur "optimal, wenn sie für alle europäischen Ligen gelten würde". "Ich begrüße die Entwicklung in England und bin absolut dafür, das Transferfenster früher zu schließen". "Keiner ist mit der Situation glücklich".

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl sieht in der bisherigen Regelung "nicht nur eine Wettbewerbsverzerrung, sondern auch Betrug am Fan, der sich Ende Juli das Trikot eines Spielers kauft, der vielleicht Ende August für einen anderen Klub spielt".

Gegenargumente kommen oft von Klubs, die sich Mitte August noch den Sprung in die Europapokalwettbewerbe erhoffen. Außerdem wollen die Klubs die Qualifikationsspiele für Champions League und die Europaliga abwarten, ehe sie die Kaderplanung abschließen.

"Das war kein Einwand von Juventus Turin, Real Madrid oder den Bayern", sagte Rummenigge: "Wir waren bereit, dass Fenster einen Monat früher zu schließen". Sind diese nach dem Abschluss der unvergleichbar lukrativen TV-Deals, die den Klubs Jahr für Jahr Millionen in die Kasse spülen, doch hauptverantwortlich dafür, dass, böse ausgedrückt, jeder Spieler, der mehr als zehnmal jonglieren kann, mindestens 10 Millionen Ablöse kostet.

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