Josefstadt-Liebling Kurt Sobotka: 1930

Kurt Sobotka

"Mit Kurt Sobotka ist ein Stück Wiener Theater- und Kabarettgeschichte von uns gegangen", zeigte sich SPÖ-Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny betroffen von der Todesnachricht: "Seine Darstellungskunst war dabei stets von Leichtigkeit, Lebensbejahung und Spielfreude getragen". Mit Kurt Sobotka verliere Österreich und vor allem Wien einen großartigen Schauspieler und einen Publikumsliebling, der sowohl Theater, Fernsehen als auch Radio über Jahrzehnte hinweg entscheidend geprägt hat. Am Freitag ist er mit 87 Jahren verstorben.

Kurt Sobotka wurde 1930 in Wien geboren und debütierte kurz nach dem Krieg in Steyr.

Zwischendurch gastierte Sobotka immer wieder an der Josefstadt, bis ihn Direktor Franz Stoß 1979 wieder fest ins Ensemble einband. Und weiter: "Wenn er auf der Bühne stand und den kleinen Mann verkörperte, dann berührte er das Publikum durch Wahrhaftigkeit und stille Größe". Parallel zur Handelsakademie besuchte er auch bereits das Konservatorium Prayner für Musik und dramatische Kunst in seiner Heimatstadt. Es folgten mehrere Jahre am Theater am Kärntnertor, Engagements am Wiener Volkstheater, am Hansa Theater Berlin, am Hamburger Thalia Theater und am Zürcher Schauspielhaus. Zwischenzeitlich prägte er als Mitglied und langjähriger Leiter das Kabarett Simpl.

Trotz etlicher Glanzrollen im Charakterfach erwarb Sobotka den ehrenwerten Ruf des herausragenden Komödianten auch ob der Ö1-Radiosatire "Guglhupf", der von 1978 bis 2009 nahezu allsonntäglich "brennheiß serviert" und in seinen letzten 21 Jahren in Sobotkas hauseigenem Tonstudio zubereitet wurde.

Sein Talent vererbte Sobotka seinem Sohn. Er ist der Vater des Musical-Regisseurs und Ex-"Hektikers" Werner Sobotka.

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