"Wir haben verstanden" - VW-Chef Müller kündigt E-Auto-Offensive an

Elektroautos gehören zu den Schwerpunkten der diesjährigen IAA

Kurz vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt am Main hat Volkswagen eine umfassende Offensive zur Elektromobilität angekündigt. Spätestens fünf Jahre danach soll es dann von jedem der etwa 300 Konzernmodelle mindestens eine elektrische Variante geben. Die Reichweiten der Autos sollen bei bis zu 600 km liegen. "Das ist keine unverbindliche Absichtserklärung, sondern eine Selbstverpflichtung, an der wir uns ab heute messen lassen".

Zuvor hatte bereits der Autobauer Daimler angekündigt, bis zum Jahr 2022 alle seine Fahrzeug-Modelle auch mit Elektro- oder Hybridantrieb anbieten zu wollen. Bis 2025 soll etwa jedes vierte neue Auto des Konzerns rein batterieelektrisch angetrieben sein - was zugleich bedeutet, dass die mit Diesel und Benzin angetriebenen Verbrenner weiterhin eine wichtige Rolle spielen sollen. "Wir reden hier über eines der grössten Beschaffungsvorhaben in der Geschichte unserer Industrie: mit einem globalen Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 50 Milliarden Euro über Laufzeit", so der VW-CEO. Seinen Angaben zufolge umfasst das Bündel aus Großaufträgen insgesamt eine Summe von mehr als 50 Milliarden Euro.

Angesichts der enormen Mengen an Batteriekapazitäten sucht VW nach Partnern. Das entspricht dem dreifachen Jahresgewinn des Konzerns! Die Transformation in der Autoindustrie sei "durch nichts aufzuhalten", sagte der VW-Chef. Ursprünglich hatten sich die Wolfsburger vorgenommen, bis 2025 mehr als 30 Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen.

Müller sagte, der Konzern sei trotz der Lasten aus der Dieselkrise in der Lage, die Investitionen in die Elektromobilität zu stemmen. Ein Verkauf von Randbereichen sei dafür nicht nötig. Dazu gehörten beispielsweise zwei neue Elektroplattformen, der Handel oder die Ladeinfrastruktur. Der Druck hat sich nicht zuletzt durch die Dieselkrise erhöht, weil die Kundschaft einen Bogen um Autos mit Selbstzünder macht.

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