ARD-Wahlarena: Diese junge Frau rührte Merkel

Die Kanzlerin in der Wahlarena

Sie warb aber zugleich um Mitgefühl für Menschen, die wie etwa viele Syrer vor dem dortigen Krieg und Machthaber Bashar al-Assad geflohen seien. "Lassen Sie sich ihren Schneid nicht abkaufen und halten Sie dagegen", entgegnet Merkel eher allgemein.

Um die Stimme der Kölner Erstwählerin muss sich die Kanzlerin allerdings offenbar ohnehin nicht sorgen: Die junge Frau gibt sich als großer Merkel-Fan zu erkennen und kündigt an, die CDU auf jeden Fall zu wählen. Sie mahnte, Menschen dürften nie nach ihrem Aussehen beurteilt werden. Sie versicherte auch, rechtsextremes Verhalten in der Bundeswehr werde scharf geahndet. Vor zwei Jahren habe sich für Deutschland, das so sehr von der Globalisierung profitiere, deren Kehrseite gezeigt - so wüssten nun eben auch von einem Diktator verfolgte Menschen in Syrien, dass es ihnen in Deutschland besser gehe. Ihnen müsse gesagt werden: "Ihr seid hier zu Hause". Gleichzeitig müsse aber allen klar sein: "Wir wollen nicht, dass Ihr Eure Konflikte hier austragt".

Die Türkei habe sich weit von dem wegentwickelt, was sie selbst unter einem Rechtsstaat verstehe, betont Merkel. Dabei gehe es auch um die Überprüfung, ob die EU-Beitrittsverhandlungen gestoppt werden sollen. Sie bekräftigte, dass die Union das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren nicht erhöhen wolle, aber über die Säulen des Rentensystems wie die private Altersversorgung und die betriebliche Altersversorgung gesprochen werden müsse. Bei den Kitagebühren sprach sie ohne konkrete Angaben von einer "Tendenz zur Gebührenfreiheit".

In ihrer Antwort stellte Merkel in Aussicht, sich für die Überwindung des Fachkräftemangels in der Pflege, für Verbesserungen des Berufes und seiner Bezahlung einsetzen sowie auf Pfleger aus dem EU-Ausland zurückgreifen zu wollen. Der Auszubildende hatte der CDU in der aus Lübeck live übertragenen Sendung vorgeworfen, dass im Parteiprogramm stehe, niemand müsse sich bei der Pflege Sorgen machen. Die Würde der Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werde "tausendfach verletzt". Merkel weist darauf hin, dass es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen den Unionsparteien gebe.

Pfleger seien überlastet und für zu viele Patienten zuständig - mit seiner Kritik am System der Pflege in Deutschland hat ein junger Krankenpfleger in der "Wahlarena" für Aufsehen gesorgt. "Ich hoffe, dass es in zwei Jahren besser ist". Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt in der ARD-"Wahlarena" in der Kulturwerft Gollan in Lübeck auf.

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