Forscher bestätigen: Meteoriten-Einschlag in Ulm!

Das undatierte Bild zeigt den etwa einen Meter große Kalksteinblock mit Strahlenkegeln im Meteorkrater Museum in Sontheim mit Resten des Steinheim Meteoriten. (pa  dpa  Handout  Museum für Natu

Bis der Fund öffentlich zu sehen ist, wird noch einige Zeit vergehen: Erst aus Anlass des 40. Jubiläums des Meteorkrater-Museums im kommenden Jahr soll der Splitter ausgestellt werden.

Es ist nur knapp zwei Zentimeter groß, aber eine riesige Sensation: In einem Kalksteinbrocken wurde ein Stück des Meteoriten gefunden. Die tropische Landschaft verwandelte sich in eine Gluthölle, Unmengen Gestein verdampften und zwei Krater entstanden – das Nördlinger Ries und das Steinheimer Becken.

"Interessant in dem Zusammenhang ist vor allem, dass obwohl wir mit dem Steinheimer Becken den am besten erhaltenen Meteoritenkrater Deutschlands besitzen, Baden-Württemberg bislang das einzige Bundesland ohne einen erhaltenen Meteoriten war". Weitere Untersuchungsergebnisse von Wissenschaftlern aus Houston und Kiel wiesen alle in dieselbe Richtung: Bei dem metallischen Bruchstück, das in einer Spalte des Kalksteinblocks steckte, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Bruchstück des Meteoriten, der im Gebiet des heutigen Steinheim am Albuch einschlug und das Steinheimer Becken schuf.

Doch der jetzige Fund zeigt, dass dies nicht der Fall war.

Nächstes Jahr werden die Überreste des Meteoriten im Steinheimer Meteorkratermuseum anlässlich dessen 40 jährigen Bestehens zu sehen sein.

Extrem seltener Meteoritentyp Die Überraschung war groß: Sowohl auf dem entfernten Stück als auch auf dem verbliebenen Block wurde ein metallisch glänzendes Bruchstück sichtbar – möglicherweise ein Meteoritenfragment. Doch 2016 bildete sich in diesem Block ein Riss, weshalb Geologen einen Teil des Blocks entfernten. Elmar Buchner, der den Stein an der Universität Stuttgart untersuchte.

Nähere Analysen bestätigten: Es handelt sich tatsächlich um das Stück eines Eisenmeteoriten. Oder war der kleinere Steinheimer Meteorit beispielsweise ein "Mond" des größeren Nördlinger Meteoriten?, so die Überlegungen der Geowissenschaftler. Das Meteoritenrelikt stammt von einem Pallasit, einem der seltensten Meteoritentypen überhaupt.

Er ist nur zwei Zentimeter klein und doch eine Riesenüberraschung: Zum ersten Mal haben Forscher im Südwesten Reste eines Millionen von Jahren alten Meteoriten entdeckt. Man hatte immer angenommen, dieser wäre beim Einschlag vollständig verdampft. Denn nun ist klar, dass die Meteoriten vom Nördlinger Reis und Steinheimer Becken sich deutlich unterschieden. Während der Ries-Meteorit vermutlich ein Steinmeteorit war, war der Steinheimer Meteorit ein Stein-Eisen-Meteorit. "Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es sich um zwei unabhängige Meteoriteneinschläge gehandelt haben muss", erklärt Dr. Buchner. Im Sonnensystem seien relativ kleine Asteoriden unterwegs, die einen oder mehrere noch kleinere Monde mit sich führen. "Ein solcher Doppelasteroid aus zwei unterschiedlichen Körpern könnte auch in Süddeutschland eingeschlagen sein".

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