Documenta bis Ende September gesichert

Stellungnahme Oberbürgermeister Geselle zur documenta

Ende August gab es eine Sondersitzung des Aufsichtsrates, in der die Liquidität gesichert wurde, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende und Kasseler Oberbürgermeister Christan Geselle (SPD) am Dienstag mit.

Wie die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" schreibt, haben die Stadt und das Land Hessen Bürgschaften über jeweils 3,5 Millionen Euro für Darlehen übernommen. Die Sicherung der Zahlungsfähigkeit würde durch "Sicherheitszusagen der Gesellschafter vorbereitet", so Geselle. Auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrats sei dank eines "aktualisierten Liquiditätsplans" sichergestellt worden, dass "der Betrieb der aktuell laufenden d14 (.) bis zu ihrem planmäßigen Abschluss am 17. September 2017 in jedem Fall gewährleistet" ist.

Die Gesellschafter - Stadt Kassel und Land Hessen - hätten zudem vereinbart, dass die documenta auch darüber hinaus zahlungsfähig bleiben soll, sagte Geselle. Gestern war bekannt geworden, dass nur eine Bürgschaft von Stadt Kassel und Land Hessen über 7 Millionen Euro eine Insolvenz der documenta verhindern konnte. Dass der Betrieb weitergeht, ist laut "HNA" auch Gläubigern zu verdanken, die Zahlungen gestundet hätten. Die Geschäftsführung sei beauftragt, einen Bericht vorzulegen, parallel außerdem externe Wirtschaftsprüfer. Sie sollen am 21. September vorgestellt und an die Öffentlichkeit gegeben werden. "Sehr zufrieden können wir auf den bisherigen Verlauf der documenta 14 in Athen und Kassel zurückblicken", sagte Ende Juli die Geschäftsführerin der documenta, Annette Kulenkampff. Schon vor Beginn der Ausstellung hatte sie den Etat der documenta als zu niedrig bezeichnet. "Eine Erhöhung der öffentlichen Zuwendungen wird notwendig werden", sagte sie im März. Der künstlerische Leiter der Documenta 14, Adam Szymczyk, schwieg bis zum Abend. Nach HNA-Informationen soll der Standort Athen viel mehr Geld verschlungen haben, als eingeplant war. In diesem Jahr war mit Athen erstmals eine weitere Stadt gleichberechtigter Standort der documenta.

Der hessische Kunstminister Boris Rhein (CDU) wollte sich erst äußern, wenn der Bericht der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorliegt. In Kassel dauert sie noch bis Sonntag. Das sind 17 Prozent mehr als vor fünf Jahren zur Halbzeit der documenta 13 (2012).

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