PC-7 im Raum Schreckhorn gesichtet

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SRF

Gestern Morgen, 08:30 Uhr, startete ein Militärpilot mit einer PC-7 von Payerne Richtung Locarno.

Die Maschine ist nicht wie erwartet gegen 09:30 Uhr in Locarno eingetroffen.

Eine Bergungsaktion ist aufgrund der Wetterverhältnisse schwierig. Der erfahrene Milizpilot sei alleine in dem Zweisitzer unterwegs gewesen. Die Trainingsflugzeuge, die bis zu zwei Personen Platz bieten, werden nicht permanent mit einem Radar überwacht.

Zum vermissten Piloten machte die Spitze der Luftwaffe keine weiteren Angaben, zum seinem Schutz und dem seiner Angehörigen, wie Schellenberg sagte. Der Pilot meldet sich am Abflugort ab und danach am Ankunftsort wieder an. Über einen Schleudersitz verfügen die Flugzeuge nicht. Den letzten Radarkontakt hatte die Maschine in der Region des Schreckhorns.Der Pilot sei in Payerne zu einem Flug nach Sichtbedingungen gestartet, sagte Peter Bruns, stellvertretender Chef Einsatz bei der Luftwaffe.

Die zweisitzigen, propellerturbinengetriebenen Pilatus PC-7 vom Stanser Flugzeugbauer Pilatus werden vor allem in der Grundausbildung der Piloten eingesetzt. Auch zu möglichen Unfallgründen gab es keine Angaben. Für die Untersuchung des Absturzes habe die Militärjustiz erste Schritte eingeleitet. "Zurzeit suchen wir einen Menschen und nicht die Unfallursache", sagte Armeesprecher Daniel Reist.

Das PC-7 Team 2015 mit einem Pilatus PC-7 Turbo vorneweg in Aktion anlässlich des Medientages der Luftwaffe, am Freitag, 17. April 2015, in Emmen. Die Staffel geriet im Februar dieses Jahres bei einem Zwischenfall an den Ski-Weltmeisterschaften in St.Moritz (siehe auch Zweittext) in die Schlagzeilen, als eines der Flugzeuge ein Zugseil einer Kamera touchierte.

Laut Informationen der Luftwaffe im Internet wurden die PC-7-Flugzeuge bei der Schweizer Armee seit 1982/83 benutzt. Die PC-7 konnte nach dem Zwischenfall sicher auf dem Flugplatz Samedan landen, doch die Auftritte der Staffel wurden während über zwei Monaten sistiert. Im September 2016 zerschellte ein Super-Puma am Gotthard.

Im Oktober 2013 verunfallt ein F/A-18-Kampfjet im Raum Alpnachstad im Kanton Obwalden. Beide Piloten kamen dabei ums Leben. Auch, ob der Flieger abgestürzt ist oder der Pilot allenfalls notgelandet ist, kann noch nicht gesagt werden.

Im Juni 2016 verunglückt ein F5-Kampfflugzeug der Patrouille Suisse in den Niederlanden.

Ende August 2016 stürzt eine F/A-18 im Gebiet des Sustenpasses ab.

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