Preisüberwacher geht gegen Booking.com vor

Bei einer Untersuchung fand er Hinweise auf einen Preismissbrauch.

Booking.com betont: Vor diesem Hintergrund haben wir den Preisüberwacher am 16. August 2017 informiert, dass wir eine Senkung der Kommissionsraten in der Schweiz nicht in Betracht ziehen.

Das Schweizer Parlament und der Preisüberwacher - vergleichbar mit dem deutschen Kartellamt - haben Booking.com bereits seit längerem im Visier.

In der Schweiz droht Booking.com nun richtig Ärger. Von einer Gesprächsverweigerung kann keine Rede sein. Ob dem tatsächlich so ist, wird derzeit in einem formellen Verfahren abgeklärt.

Wie die Behörde im aktuellen Newsletter erklärt, sei man gemäß der Gesetzeslage bei Feststellung eines Preismissbrauches verpflichtet, mit dem betroffenen Unternehmen Gespräche mit dem Ziel zu führen, eine einvernehmliche Regelung zu erzielen. Wie Preisüberwacher Stefan Meierhans sagte, bestehe der Verdacht, dass die Plattform bei den Provisionen Missbrauch betreibe. Sofern die Voraussetzung der marktbeherrschenden Stellung und des Preismissbrauchs gegeben sind, endet das Verfahren mit einer Verfügung. Das entspricht nicht den Tatsachen.

Grösster Knackpunkt seit Jahren sind die einschränkenden Bedingungen für Hotels, welche ihre Zimmer auch über Buchungsplattformen wie Booking.com vertreiben. Weiter heißt es, dass man der Preisüberwachung umfassendes Beweismaterial zum Funktionieren des Wettbewerbs auf dem Markt für die Vermittlung von Buchungen durch Online-Buchungsplattformen (OTA Markt) in der Schweiz vorgelegt und dass am 13. Juni ein Treffen zwischen beiden Parteien stattgefunden habe. 2015 hatte die Wettbewerbskommission (Weko) Indizien für eine Marktbeherrschung von Booking.com festgestellt. Wir warten nun die nächsten Schritte ab. Zusammen vereinen sie 93 Prozent der Direktbuchungen auf sich.

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