Facebook ließ Werbung an "Judenhasser" zu

Facebook ermöglichte gezielte Werbung für Antisemiten – Recherche                REUTERS Amir Cohen

Das soziale Netzwerk Facebook hat in der Vergangenheit seinen Anzeigen-Kunden ermöglicht, gezielt Antisemiten anzusprechen, schreibt n-tv unter Berufung auf einen Bericht des US-Portals ProPublica.

Mittlerweile hat Facebook die Funktion, dass Werbezielgruppen automatisch anhand von Angaben zum Job und zur Ausbildung erstellt werden, nach einem Hinweis von "ProPublica" gestoppt. Diese Gruppen seien für sich genommen zu klein gewesen, als dass man Werbung nur für sie hätte schalten können. Dafür ließ sich die spezielle Zielgruppe "Judenhasser" auswählen.

Wie das Investigativportal "ProPublica" berichtet, war es möglich, Anzeigen an rund 2300 Nutzer auszuspielen, die auf ihrem Profil Dinge wie "Judenhasser", "Wie man Juden verbrennt" und "Die Geschichte, warum Juden die Welt vernichten" angegeben hatten. Sie beruhte auf Angaben, die die Facebook-Anwender über sich selbst machen, etwa über ihren Bildungsweg, ihr Alter und ihre Weltanschauung.

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AFP 2017 JAAFAR ASHTIYEHNicht „multi-perspektivisch“ Deutsche Antisemitismus Doku wird nicht gezeigt

Facebook erklärte in einem Blogeintrag in der Nacht zum Freitag, gezielte Werbung auf Basis von Nutzern selbst eingetragener Begriffe werde deaktiviert, bis man solchen Missbrauch verhindern könne. Auf eine Anfrage von "ProPublica" antwortete Rob Leathern, leitender Produktmanager bei Facebook: "Es gibt Zeiten, da tauchen Inhalte auf unserer Plattform auf, die unsere Standards verletzen".

In der vergangenen Woche musste Facebook einräumen, dass seine Werbeplattform im US-Wahlkampf 2016 für politische Anzeigen von "nicht authentischen" Accounts missbraucht wurde, die mit Russland in Verbindung stehen. Laut Facebook werden antisemitische Zielgruppen nur selten angesprochen, "da die Anzahl der Nutzer in diesen Gruppen unglaublich gering war", teilt das soziale Netzwerk mit. "Wir wissen, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben". Sie seien allein zu klein gewesen, als das man Werbung nur für sie schalten könnte. ProPublica schaltete im Rahmen der Recherchen selbst drei Anzeigen, die sich an Antisemiten richteten. Die Werbeschaltungen seien von dem Facebook-System innerhalb von 15 Minuten akzeptiert worden.

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