KDE und Purism wollen offenes Smartphone bauen

Smartphone Handy Linux open-source Purism Purism Librem 5	Bildquelle Purism

Offen, sicher und die Privatsphäre des Benutzers achtend: Die Crowd-Funding-Kampagne von Purism soll das "weltweit erste freie Smartphone" ermöglichen. Als Grundlage ist eine freie und quelloffene Software mit einem Betriebssystem vorgesehen, das auf GNU/Linux basiert.

Ursprünglich wollte Purism als Interface Gnome benutzen, das jedoch nicht für Smartphones konzipiert wurde. Plasma Mobile habe man bereits auf einigen Smartphones getestet, so KDE, der Haken daran sei, dass die meisten Smartphones Hardware-Komponenten enthalten, die proprietäre Software benötigen.

KDE hat angekündigt, die Kampagne für ein freies Smartphone auf Linux-Basis zu unterstützen. "Wir haben Plasma nicht nur für Desktops und Laptops geschaffen, sondern für die ganze Palette von Geräten".

Eine Exklusivität ist dabei nicht gegeben, das Librem 5 ist prinzipiell darauf ausgelegt, dass darauf unterschiedlichste Linux-Distributionen laufen.

Purism Librem 5
So stellen sich die Macher das Purism Librem 5 vor

Die Partnerschaft von KDE und Purism sieht vor, Plasma Mobile für das Purism 5 anzupassen.

"KDE hat mit Plasma Mobile eine fortgeschrittene und völlig freie Plattform geschaffen", sekundiert Purism-CEO Todd Weaver. "Wir glauben, dass Plasma Mobile ein ernsthafter Herausforderer sein wird, der das gegenwärtige Duopol aufbricht und ein mit allen Features versehenes, freies und quelloffenes Mobilbetriebssystem auf dem Markt etabliert".

Purism will das Smartphone Librem 5 wie zuvor schon das Notebook Librem 13 mittels Crowdfunding finanzieren. So ist zum Beispiel unklar, welchen Prozessor das rund 600 US-Dollar teure Smartphone haben wird. Finanzierungszusagen in Höhe von 340.000 Dollar konnte Librem 5 seit dem Kampagnenstart Ende August bereits verzeichnen. Es verbleiben noch 38 Tage.

Autor Steven J. Vaughan-Nichols gibt zu bedenken, dass die bisherige Erfolgsbilanz von Mobilbetriebssystemen, die in der Konkurrenz zu Android und iOS bestehen wollten, nur wenig beeindruckend ausfällt. Hardware-Schalter sollen das Deaktivieren von Kamera, Mikrofon, WLAN, Bluetooth und Mobilfunk ermöglichen. Nutzer müssen zudem bereit sein, lange auf das Smartphone zu warten, die Auslieferung erfolgt nach Angaben der Projektpartner frühestens im Januar 2019.

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