Britische Polizei sucht nach Verdächtigen nach Anschlag

Spurensicherung

Dabei wurden mindestens 22 Menschen verletzt, nach Angaben des Rettungsdienstes keiner davon schwer. Es handelte sich hauptsächlich um Verbrennungen, mit denen Opfer im Krankenhaus behandelt wurden. Augenzeugen berichteten von einem großen "Feuerball". Die Detonation ereignete sich gegen 08.20 Uhr, mitten im morgendlichen Berufsverkehr. Scotland Yard zufolge wurde die Explosion nahe der oberirdischen Haltestelle Parsons Green durch eine selbstgebaute Bombe verursacht.

Nach dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn gilt jetzt die höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien. Die Bilder aus London. Die Regierung erhöhte die Terrorwarnstufe von "ernst" auf "kritisch", wie Premierministerin Theresa May bekannt gab. Außenminister Boris Johnson rief auf, Ruhe zu bewahren. Außerdem entdeckte er eine Discounter-Tüte, in die ein kleiner weißer Eimer gepackt war, aus dem nun "rote Drähte" herausragten. Nach BBC-Informationen wurde der Sprengsatz mit einer Zeitschaltuhr gezündet. Die Polizei bestätigte die Echtheit der Bilder zunächst nicht. Die meisten hätten Verbrennungen erlitten.

Regierungschefin May erklärte: "Meine Gedanken sind bei denen, die in Parsons Green verletzt wurden und den Einsatzkräften, die - wieder einmal - rasch und mutig auf einen mutmaßlichen Terroranschlag reagieren".

Auch Bürgermeister Sadiq Khan verurteilte den Angriff.

"Unsere Stadt verurteilt die widerwärtigen Individuen, die mit Terror versuchen, uns zu schaden und unsere Lebensweise zu zerstören."
Bei den vorangegangenen vier Anschlägen in Großbritannien in diesem Jahr waren insgesamt 36 Menschen ums Leben gekommen, drei der Attacken gingen auf das Konto von Islamisten.

Die U-Bahn-Haltestelle wurde weiträumig abgesperrt.

Nach Anschlag in London

Ein Großaufgebot an Rettungskräften und bewaffneter Polizei war binnen weniger Minuten zur Stelle. Die Menschen wurden aufgerufen, die Umgebung zu meiden. Der Zugverkehr wurde teilweise unterbrochen.

Augenzeugen berichteten von dramatischen Szenen. Die BBC-Korrespondentin Riz Lateef, die sich in der U-Bahn befand, berichtete von Panik, als die Leute aus der Bahn gerannt seien. "Wir liefen die Treppen runter, und es hat sich angefühlt, als würden wir um unser Leben laufen", sagte ein Mann namens Luke am Freitag dem Sender BBC5. Eine Frau namens Emma schilderte: "Nach einer Weile stapelten sich die Menschen übereinander, weil einige beim Laufen hingefallen waren".

Der Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, drückte den Opfern am Freitag sein Mitgefühl aus. "Terrorismus kennt keine Grenzen und wird besiegt, indem man zusammenarbeitet", erklärte Tajani auf Twitter. Auch die Bundesregierung äußerte ihre Besorgnis.

US-Präsident Donald Trump rief ebenfalls zu einem härteren Vorgehen gegen Extremisten auf. Terroristen wie die in London seien Verlierer ("loser"), twitterte Trump. Das Internet sei das wichtigste Rekrutierungswerkzeug der Terroristen, das "abgeschnitten" werden müsse. "Müssen proaktiv sein!", schrieb Trump.

Der Screenshot von einem Video vom 15.09.2017 zeigt einen Behälter und Feuer in einem Waggon der Londoner U-Bahn. Fünf Menschen starben. Bei dem Bombenattentat in Manchester im Mai starben 22 Menschen. Acht Personen wurden kurz darauf bei einem Angriff auf das Londoner Ausgehviertel Borough Market und die London Bridge getötet. Ein Mann starb bei einem Angriff eines Islamhassers auf Moscheebesucher Ende Juni in der Hauptstadt.

In Großbritannien ist die Terrorwarnstufe hoch. Ein Mensch stirbt, weitere werden verletzt. Der mutmaßliche Täter soll aus Hass gegen Muslime gehandelt haben. Die Terroristen werden von Polizisten erschossen. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Anschlag für sich reklamiert. Das schlimmste komme jedoch noch, hieß es über die üblichen Kanäle, über die der IS auch in der Vergangenheit schon Anschläge für sich reklamiert hatte. Sicherheitskräfte erschießen den Täter.

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