Satire-Show räumt bei den Emmys ab - Sean Spicer ist Überraschungsgast

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Trumps Ex-Pressesprecher Sean Spicer machte sich selbst nach.

In Los Angeles sind die wichtigsten US-Fernsehpreise, die Emmy-Awards, vergeben worden. Er schob ein Podium vor sich her und sagte, die Zuschauerzahlen der Preisverleihung seien so groß wie nie.

Am Tag nach der Amtseinführung im Januar hatte Spicer bei seiner ersten Pressekonferenz behauptet: "Dies war das größte Publikum, das jemals einer Amtseinführung beiwohnte. Punkt!" Darum entspann sich ein Streit mit Medienvertretern, die diese These in Zweifel zogen.

Der 45-Jährige war im Juli nach einer Auseinandersetzung mit dem inzwischen ebenfalls entlassenen Kommunikationschef Anthony Scaramucci als Pressesprecher des Weißen Hauses zurückgetreten. In seiner Amtszeit hatte er sich immer wieder heftige Wortgefechte mit Journalisten geliefert und viel Spott geerntet. Die Auszeichnung gilt als wichtigster Fernsehpreis der Welt.

In der Kategorie Comedy erhielten Alec Baldwin und Kate McKinnon, die in der Show "Saturday Night Live" US-Präsident Trump und seine demokratische Herausforderin Clinton persiflierten, einen Preis für ihre Leistungen. Sie hatte Spicer immer wieder für "Saturday Night Live" parodiert - inklusive fahrbarem Podium.

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Auch Moderator Stephen Colbert nahm Trump aufs Korn

"Teil dieser Staffel von Saturday Night Live zu sein, war das Bedeutendste, das ich je tun werde". Politisch zeigte sich auch Preisträgerin McKinnon, die sich bei Hillary Clinton für deren Anmut und Rückgrat bedankte. Wahrscheinlich sollte ich jetzt einfach aufhören. Baldwin richtete seine Worte direkt an Trump, der sich in der Vergangenheit beklagt hatte, die begehrte Auszeichnung für seine Sendung "Celebrity Apprentice" nicht bekommen zu haben: "Hier ist Ihr Emmy", so Baldwin. Neben Serien werden auch Fernsehfilme und TV-Shows ausgezeichnet. Alexander Skarsgård und Laura Dern gewannen für ihre Rollen in "Big Little Lies" als beste Nebendarsteller in einer Drama-Serie.

Als bester Nebendarsteller in einer Drama-Serie wurde der Schauspieler John Lithgow für seine Rolle in der Serie The Crown ausgezeichnet, die vom Leben der jungen britischen Königin Elizabeth II. handelt und beim Streamingdienst Netflix zu sehen ist. Vom langjährigen Dauersieger "Game of Thrones" gab es dieses Jahr im Nominierungszeitraum bis 31. Mai keine neue Staffel.

Als beste Drama-Serie wurde "The Handmaid's Tale" ausgezeichnet.

Eine weitere Politsatire gewann den Emmy für die besten Skripte: die Late-Nate-Show Last Week Tonight with John Oliver.

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