Pilotenmangel könnte Grund für Ausfälle sein

Hoben am Wochenende vielerorts nicht ab Maschinen der Billigfluglinie Ryanair

Zugleich mahnte die EU-Kommission die Iren am Montag, die europäischen Verbraucherrechte der Passagiere zu achten.

Ende vergangener Woche, nach Börsenschluss, hatte Europas größte Billigfluggesellschaft verkündet, dass sie bis Ende Oktober rund 2000 Flüge streichen muss.

Bis Ende Oktober sollen insgesamt rund 2.000 Flüge, auch Flüge von und nach Hahn und Luxemburg ausfallen. Diese hätten bei der Absage eines Flugs eine Reihe von Ansprüchen, sagte ein Kommissionssprecher. Die Flugstreichungen sind womöglich auch auf Kündigungen von Piloten zurückzuführen.

Die deutsche Gewerkschaft Vereinigung Cockpit teilte hingegen der "Mitteldeutschen Zeitung" mit, dass Ryanair-Piloten massenhaft das Weite suchten und bei anderen Gesellschaften anheuern wollten. Britischen Berichten zufolge kämpft Ryanair aber auch mit Pilotenmangel, weil viele Kapitäne von der Konkurrenzairline Norwegian abgeworben worden seien. Ryanair kann also nicht den gesamten Flugplan abfliegen. Bei einem Statement in London verneinte er jedoch einen Personalengpass, auch wenn Konkurrenten um seine Piloten buhlen würden. Nach massiven Protesten von Kunden über fehlende Informationen lieferte Ryanair am späten gestrigen Sonntag die Liste der annullierten Flüge bis einschließlich diesen Mittwoch (Gestrichene Flüge).

So müssen nach den einschlägigen EU-Regeln von 2004 Fluglinien eigentlich mindestens zwei Wochen vor Abflug über eine Streichung informieren.

Kunden beschwerten sich in sozialen Netzwerken darüber, dass sie nicht wüssten, ob sie auch zurückkämen, wenn ihr Hinflug stattfinde. Die Airline versprach den betroffenen Kunden ihr Möglichstes zu tun, um sie umzubuchen oder zu entschädigen. Die Ausfälle beträfen nur knapp zwei Prozent der Passagiere, erklärte Ryanair. Ist die Frist kürzer, müssen sie den Passagieren eine neue Verbindung anbieten.

O'Leary entschuldigte sich nun für das "heillose Durcheinander". Je weniger Zeit bis zum gebuchten Abflug bleibt, desto weniger Spielraum hat die Airline: Werden Kunden weniger als sieben Tage vorher unterrichtet, darf der Ersatzflug nicht mehr als eine Stunde früher abgehen als die ursprünglich gebuchte Verbindung. Schuld daran seien nebst dem Personal-Engpass Flugsicherungsprobleme in Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und Spanien sowie Unwetter, wie ein Sprecher der Airline sagt. Für die Durchsetzung der Rechte ist das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig zuständig.

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