Flirtportal Lovoo für 70 Mio. Dollar an Amis verkauft

Der umstrittene Lovoo-Gründer Benjamin Bak wird nach der Übernahme als Berater tätig sein

Der US-Konzern "The Meet Group" übernimmt für 70 Millionen Dollar (etwa 58 Mio Euro) die deutsche Flirt-App Lovoo. Die Amerikaner betreiben bereits mehrere konkurrierende Plattformen wie Hi5 oder MeetMe.

Das Dresdner Unternehmen erhält demnach 65 Millionen Dollar plus weitere fünf Millionen Dollar, wenn ein festgelegter Umsatz erreicht wird.

Laut Bericht muss niemand der 97 Festangestellten in Dresden und der Berliner Niederlassung um seinen Job bangen.

Der derzeitige Lovoo-Geschäftsführer und Mitgründer Florian Braunschweig soll weiterhin für das operative Geschäft verantwortlich bleiben.

Dresden - Vor fast genau einem Jahr wurden die Chefs des Dresdner Flirtpotals Lovoo von der Staatsanwaltschaft zu einer Geldauflage von 1,2 Millionen Euro verdonnert.

Im vergangenen Jahr war zwölf Lovoo-Beschäftigten vorgeworfen worden, Männer mit falschen Profilen von erfundenen Frauen dazu verleitet zu haben, kostenpflichtige Leistungen der Kontaktvermittlung in Anspruch zu nehmen. Zudem seien die Beschuldigten nicht vorbestraft gewesen und hätten sich kooperativ gezeigt.

Lovoo wurde 2012 gegründet und entwickelte sich in Europa zu einer der erfolgreichen Dating-Apps. Der Gründer Benjamin Bak hingegen will Lovoo nur noch während einer sechsmonatigen Übergangsphase begleiten. Mit dem Zukauf soll die Reichweite der Meet Group weltweit über 15 Millionen monatlich aktive Nutzer steigen, hieß es. Pro Tag verzeichnet das Unternehmen 47.000 neue Registrierungen auf der ganzen Welt. Die Übernahme soll im Oktober juristisch vollzogen werden.

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